Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/prism-skandal-edward-snowden-ist-der-whistleblower-1306-99901.html    Veröffentlicht: 19.06.2013 18:18    Kurz-URL: https://glm.io/99901

Prism-Skandal

Edward Snowden will Asyl in Island

Der Mann, der den Prism-Skandal aufgedeckt hat, möchte in Island Schutz vor der Verfolgung durch die US-Regierung suchen. Das hat die Regierung Islands offiziell bestätigt.

Der NSA-Whistleblower Edward Snowden will politisches Asyl in Island beantragen. Das berichtet das China Internet Information Center unter Berufung auf die Regierung Islands. Diese sei über eine Verbindungsperson Snowdens kontaktiert worden, dass der frühere technische Mitarbeiter der CIA und NSA Asyl in dem Land suche.

Wikileaks-Sprecher Kristinn Hrafnsson sagte dem Wall Street Journal, dass sich Snowden am 12. Juni 2013 mit der Bitte an ihn gewandt habe, für ihn Asyl in Island zu beantragen.

Russland und Ecuador hatten Snowden bereits Asyl angeboten.

Im Gespräch mit dem britischen Guardian hatte Snowden erklärt, dass er gerne nach Island gehen würde.

Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney hatte Snowden als Verräter bezeichnet und verdächtigt, ein Spion für Chinas Regierung zu sein. Dessen Entscheidung, nach Hongkong zu fliehen, spreche dafür, dass er für China spioniere. "Ich bin misstrauisch, weil er nach China ging. Das ist kein Ort, wo Sie normalerweise sein wollen, wenn Sie an Freiheit und so weiter interessiert sind", sagte Cheney und fügte hinzu: "Es stellt sich die Frage, ob es eine Art von Verbindung gab, bevor er das getan hat." Cheney unterstellte, dass Snowden immer noch im Besitz von vertraulichen Daten sei, und die Daten würden die Chinesen "wahrscheinlich im Austausch für Immunität für ihn oder Asyl für das anbieten, was er vermutlich weiß oder nicht weiß."

Snowden sagte dem Guardian, dass er als chinesischer Spion wohl kaum nach Hongkong geflüchtet sei, sondern ein Luxusleben in Peking genießen würde. Die USA haben ein Auslieferungsabkommen mit Hongkong, aber es gibt Ausnahmen für politische Vergehen.  (asa)


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