Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mac-os-x-10-9-apple-verkauft-mavericks-ab-herbst-2013-1306-99722.html    Veröffentlicht: 10.06.2013 20:02    Kurz-URL: https://glm.io/99722

Mac OS X 10.9

Apple verkauft Mavericks ab Herbst 2013

Apple wird sein neues Desktop-Betriebssystem OS X 10.9 alias Mavericks im Herbst 2013 veröffentlichen. Das hat Apple auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC angekündigt. Es bringt die Karten- und E-Book-Anwendung auf den Desktop und hat einen besseren Finder.

Die neue Version von Apples Betriebssystem Mac OS X 10.9 mit dem Codenamen Mavericks besitzt einen besseren Finder, der nicht nur mit Tabs ausgestattet ist, sondern auch Tags zur Verschlagwortung benutzt. Außerdem unterstützt Mavericks nun mehrere Bildschirme besser. Eine App im Vollbildmodus ändert den Zustand von anderen Bildschirmen nicht, und Spaces (virtuelle Desktops) lassen sich bildschirmindividuell nutzen: Das Dock wird in dem Bildschirm angezeigt, auf dem der Fokus liegt. Auch Apple TV kann als weiteres Display genutzt werden, so dass der Benutzer seinen Fernseher oder Projektor als weiteren Bildschirm einsetzen kann.

Der Finder in Mac OS X kann nun wie ein Browser mit Tabs arbeiten. Zum Öffnen eines neuen Tabs wird ein Plus-Icon gedrückt. Die neue Funktion erleichtert das Kopieren zwischen mehreren Ordnern. Der Finder kann außerdem im Vollbildmodus benutzt werden.

Mit Tags kommt eine Verschlagwortung in den Finder. So lassen sich Dateien und Ordner zusammenfassen, ohne dass die Dateistruktur geändert werden muss. Die Tags werden wie virtuelle Ordner verwaltet und können über den Finder und über Spotlight gesucht werden.

Das neue Betriebssystem soll außerdem weniger Strom benötigen. Das will Apple mit einer besseren Ressourcenverwaltung ermöglichen. Außerdem führt Apple mit "Compressed Memory" eine Funktion ein, die den gerade nicht benötigten Hauptspeicherinhalt komprimieren soll. Von anderen Apps verdeckenden Programmen wird weniger Leistung zugeteilt. Apple nennt diese Funktion App Nap.

Der Webbrowser Safari erhält eine verbesserte Sidebar mit Leseliste und einer tieferen Integration von Twitter. Das Scrollen ist laut Apple schneller und flüssiger geworden. Beim Durchblättern von Webseiten aus der Leseliste werden diese nahtlos hintereinander gezeigt. Ein Klicken auf den nächsten Eintrag ist nicht nötig.

Auch die Javascript-Verarbeitung soll erheblich fixer geworden sein und Chrome und Firefox übertreffen. Außerdem soll der Energiebedarf von Safari bei mehreren geöffneten Fenstern dank App Nap niedriger sein als bei der Konkurrenz.

Apple hat zudem mit iCloud Keychain eine Passwortverwaltung in Mac OS X 10.9 integriert, die auch mit den mobilen Geräten des Anwenders funktioniert. Safari schlägt beispielsweise bei Anmeldungen ein neues, langes Passwort vor und schreibt es in das Webformular. Passwörter und auch Kreditkartendaten können gespeichert und beim Einkaufen und Einloggen eingefüllt werden. Den dreistelligen Sicherheitscode muss der Benutzer aber selbst eingeben.

Die Benachrichtigungen haben nun eine direkte Antwortmöglichkeit. So lassen sich E-Mails und Messages schon im Benachrichtigungsfenster beantworten. Mavericks zeigt beim Anmelden aus dem Schlafmodus außerdem Nachrichten an, die der Anwender verpasst hat.

Der Mac-Kalender kann Facebook-Events anzeigen und wurde optisch überarbeitet. Die Kartenanwendung von iOS kommt mit Mac OS X 10.9 auf den Desktop. Dort erstellte Routen lassen sich per Knopfdruck zum iPhone schicken und in der dortigen Kartenanwendung darstellen. Unter Mac OS X können Termine mit der Kartenanwendung verknüpft und Verkehrsinformationen abgerufen werden. Der Kalender erinnert den Benutzer passend zur Fahrzeit, wenn er sich auf den Weg machen sollte.

Auch iBooks kommen auf den Mac. Die E-Books, die bislang nur unter iOS angesehen werden konnten, können nun auch auf den Notebooks und Desktops von Apple gelesen werden. Markierte Passagen können in virtuelle Karteikarten übernommen werden.  (ad)


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