Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deus-ex-the-fall-angespielt-mobiles-schleichen-im-jahr-2027-1306-99584.html    Veröffentlicht: 07.06.2013 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/99584

Deus Ex The Fall angespielt

Mobiles Schleichen im Jahr 2027

Für die Entwickler ist es schlicht das nächste Deus Ex: Mit The Fall setzt Square Enix die legendäre Serie auf mobilen Endgeräten fort. Golem.de hat das Action- und Schleich-Spektakel ausprobiert.

Im Jahr 2027 kennt sich der ein oder andere Spieler schon aus: Es ist das Jahr, in dem Deus Ex 3 angesiedelt ist. Demnächst stehen weitere Abenteuer zur gleichen Zeit an: Deus Ex - The Fall schickt Spieler erneut in eine düstere Zukunftswelt. Dort treten sie nicht als Adam Jenson an, sondern als britischer Söldner namens Ben Saxon. Ein weiterer Unterschied: Das Ganze spielt nicht auf PC und Konsole, sondern ausschließlich auf mobilen Endgeräten.

Beim Anspielen wird rasch klar, warum die Entwickler von The Fall, das in Zusammenarbeit von Eidos Montreal und dem kleineren Studio Nfusion Interactive aus New Jersey entsteht, ihr Werk als regulären vierten Teil von Deus Ex betrachten: Es fühlt sich kaum weniger episch an als der direkte Vorgänger. Es gibt Sprachausgabe, Zwischensequenzen und vor allem die gleichen Möglichkeiten wie im Vorgänger.

Die Kampagne soll allerdings nur rund sieben Stunden lang sein; danach steht ein weiterer, höherer Schwierigkeitsgrad zur Verfügung. Die Story dreht sich um Ben, der eigentlich Urlaub in Costa Rica macht, aber wegen seiner Agenten-Augmentationen allerlei Medikamente benötigt - und die werden weltweit knapp. Also recherchiert er ein bisschen und stößt auf eine neue Art von Medizin. Mit der scheint aber irgendwas nicht ganz in Ordnung zu sein, und Ben macht sich auf nach Panama, bevor er im Verlauf der Handlung weitere Orte besucht.

Um Ben in der vorgegebenen Ich-Perspektive zu steuern, gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir fanden es beim Anspielen am einfachsten und komfortabelsten, direkt auf die Stelle in der Welt zu tippen, zu der er gehen soll. Einen kleinen Teil seiner Aktionen erledigt Ben dann automatisch - etwa, unter Beschuss in Deckung zu gehen. In diesem Modus mussten wir Gegner in Feuergefechten nur auf dem Touchscreen antippen.

Volle Freiheit für rund 5 Euro

Unter dem Strich hat dieser Steuerungsmodus einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen - wir sind vom ersten Moment ohne irgendwelche Probleme damit klargekommen. Wer mag, soll aber auch mit einem virtuellen Gamepad spielen können. Dann lässt sich The Fall weitgehend wie auf einer Konsole bedienen.

Neben den genannten Erleichterungen beim In-Deckung-gehen oder Zielen gibt es einige weitere Änderungen gegenüber dem letzten Deus Ex. So haben die Entwickler das Inventar nun so gestaltet, dass es unbegrenzt Gegenstände aufnehmen kann - so entfällt das Managen der Objekte.

In Spielverlauf von The Fall sollen wir 24 Augmentationen freischalten können, also Implantate, die Ben eine ganze Palette an Spezialfähigkeiten gewähren. Neben bekannten Körper-Updates wie der vorübergehenden Unsichtbarkeit gibt es auch neue. Etwa den Stealth Dash, mit dem unser Alter Ego auf Knopfdruck und ohne gesehen zu werden von einer dunklen Ecke in eine andere springen kann.

Mit derlei Tricks soll der Spieler auch ein großes Stück weit festlegen, wie er sich durch das Abenteuer bewegt: als Haudrauf, der auch mal (wie in Deus Ex 3) eine Wand durchbricht, oder als lautloser Spion, der die gesamte Kampagne absolvieren können soll, ohne einen einzigen Gegner zu töten.

Deus Ex - The Fall basiert auf der Unity-Engine und soll noch im Sommer 2013 als rund 900 MByte großer Download für Smartphones und Tablets unter iOS erscheinen und rund sechs Euro kosten; etwas später soll eine Version für Android folgen.  (ps)


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