Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/streaming-portale-wird-aus-movie2k-movie4k-1306-99554.html    Veröffentlicht: 01.06.2013 12:20    Kurz-URL: https://glm.io/99554

Streaming-Portale

Wird aus Movie2K Movie4K?

Was ist aus Movie2K geworden? Dieser Frage ist die Webseite Torrentfreak nachgegangen. Sie spekuliert über ein Comeback des Streaming-Portals.

Gesicherte Informationen, warum das Streaming-Portal Movie2K plötzlich nicht mehr erreichbar war, gibt es bislang nicht, denn die Betreiber hüllen sich in Schweigen. Redakteure der Webseite Torrentfreak haben aber einen Mitarbeiter des Movie2K-Hosters in Rumänien ausfindig gemacht. Der bestätigt, dass dort die Domäne Movie2K.to seit Mittwoch inaktiv ist. Movie2K soll die Abschaltung selbst beantragt und den Vertrag mit dem rumänischen Betreiber Voxility aufgekündigt haben.

Torrentfreak hat derweil die verschiedenen Domains abgesucht, unter denen Movie2K bislang erreichbar war. Während Movie2K.to nicht mehr erreichbar ist, wurde Torrentfreak auf Movie2K.com fündig. Dort werden Besucher auf die Webseite Movie4K.to umgeleitet, deren Server auf den Jungferninseln stehen sollen. Dort heißt es gegenwärtig lapidar: "Please come back later for more news."

Spekulationen

Zu den Gründen, warum Movie2K abgeschaltet wurde, gibt es ebenfalls nur Spekulationen: Laut Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein aus Dresden sind die Ermittlungen der Behörde wahrscheinlich der Grund für die Abschaltung des illegalen Streamingportals Movie2k. Klein erklärte Golem.de, es gebe Hinweise, dass Beschuldigte aus dem Kino.to-Umfeld auch Kontakte zu Movie2k hätten. Er sagte: "Wir halten es im Hinblick auf Ermittlungsmaßnahmen der letzten Woche daher für naheliegend, dass die Abschaltung von Movie2k eine Folge dieser Maßnahmen ist. Weitere Angaben kann ich derzeit im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen nicht machen."

Die GVU erklärte, dass es einen Zusammenhang mit der Festnahme des mutmaßlichen früheren Uploaders Hologramm des Streaming-Portals Kino.to gibt. Nach Schließung von Kino.to habe er bei den aktuell aktiven illegalen Streaming- und Download-Angeboten für kontinuierlichen Nachschub an Kino- und Spielfilmen gesorgt, und die Links zu den Dateien an Movie2k oder Kinox.to weitergegeben.  (jt)


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