Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/linux-vs-windows-bug-1-ist-weg-1305-99541.html    Veröffentlicht: 31.05.2013 13:39    Kurz-URL: https://glm.io/99541

Linux vs. Windows

Bug #1 ist weg

Der erste Bug in Ubuntus Bugtracker ist beseitigt worden. Er trägt den Titel "Microsoft dominiert den Markt". Grund dafür ist aber nicht, dass die Marktdominanz des Windows-Herstellers auf dem Desktop aufgehoben ist.

Der Bug #1 in Ubuntus Bugtracker Launchpad stammt von Canonical-Mäzen Mark Shuttleworth und wurde bereits im August 2004 erstellt, wenige Monate, bevor die erste Ubuntu-Version 4.10 alias Warty Warthog veröffentlicht wurde. Als Bugfix sollte die Mehrheit der per PCs mit freier Software (Open Source Software, OSS) ausgeliefert werden. Nun hat ihn Shuttleworth als erledigt markiert. Ein Fix soll dafür bereits im Umlauf sein.

Shuttleworth schreibt in seinem Blog, dass er den Bug #1 deshalb geschlossen habe, weil sich seit 2004 der Computermarkt drastisch verändert habe. Inzwischen sei der Desktop-Computer durch eine Vielzahl weiterer Geräte ergänzt worden, etwa Tablets und Smartphones. Dort liefen auch Alternativen zu Windows, etwa iOS oder Android und deshalb habe sich ein gesunder Marktwettbewerb entwickelt, der nicht mehr von Microsoft dominiert sei.

Entgegenkommen

Darüber hinaus habe Microsoft in den vergangenen Jahren viel für die Integration freier Software in seinen Produkten getan, unter anderem etliche Linux-Distributionen in seiner Cloud-Umgebung Azure bereitgestellt, darunter auch Canonicals Linux-Produkt Ubuntu. Dass sei sicherlich auch dem Umbruch im Markt geschuldet, schreibt Shuttleworth. Microsoft habe aber dafür gesorgt, dass Ubuntu unter Azure einwandfrei laufe.

Während das Linux-basierte Betriebssystem Android (74,4 Prozent) und Apples iOS (18,2 Prozent) inzwischen den Markt der mobilen Geräte dominieren, liegt Windows Phone laut Gartner mit 2,9 Prozent an vierter Stelle. Android sei zwar nicht unbedingt das beste Linux, habe aber praktische und ökonomische Vorteile für den Anwender. Der Linux-Desktop hingegen ist mit geschätzten ein bis zwei Prozent nur marginal auf dem Weltmarkt vertreten.

Canonicals Beitrag sei bisher ein sehr kleiner gewesen, aber Ubuntu solle weiterhin dafür sorgen, dass freie Software für Entwickler und Anwender bereitsteht, schließt Shuttleworth seine Begründung.  (jt)


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