Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/redesign-gmail-kategorisiert-e-mails-selbst-1305-99500.html    Veröffentlicht: 30.05.2013 08:16    Kurz-URL: https://glm.io/99500

Redesign

Gmail kategorisiert E-Mails selbst

Google hat seinen E-Mail-Dienst Gmail überarbeitet und zur Bewältigung der täglich hereinkommenden Datenmengen eine automatische Kategorisierung eingebaut. Anstelle von Ordnern werden dabei Tabs verwendet.

Sowohl die mobilen Apps als auch die Desktop-Version von Gmail sind umgestaltet worden. Eingehende E-Mails sollen nun automatisch sortiert werden. Gmail zeigt Tabulatoren an, die die Kategorien symbolisieren, die Google für die Vorsortierung eingerichtet hat.

Eine Gmail-Kategorie ist für Updates aus sozialen Netzwerken wie Google+, Twitter, Facebook oder Youtube gedacht. E-Mail-Werbeaktionen landen ebenfalls in einer eigenen Kategorie. Damit ist kein Spam gemeint, sondern Angebote von Anbietern, bei denen der Benutzer Kunde ist. Die Kategorie Benachrichtigungen ist für Rechnungen, Bestellungs- und Versandbestätigungen gedacht.

Der Anwender soll so mehr Übersicht bekommen. Er soll auf einen Blick erkennen können, welche Nachrichten neu sind, und entscheiden, wann er welche E-Mail lesen will.

Die automatische Kategorisierung kann nie perfekt sein. Deshalb können Anwender auch manuell festlegen, welche E-Mails in welchen Tabs landen sollen. Die Mails lassen sich zwischen den Tabs auch verschieben. Davon lernt Gmail und übernimmt die neue Kategorisierung. Mit Sternchen versehene Absender landen immer im Bereich "Allgemein". Das ist sinnvoll, um E-Mails von Freunden, Kunden und Kollegen immer an der gleichen Stelle vorzufinden.

Wer die neue Gliederung nicht mag, kann zur klassischen Gmail-Ansicht zurückkehren. Das Update soll nach und nach für die mobilen Apps für iOS und Android und die Desktop-Weboberfläche von Gmail veröffentlicht werden. Laut Google sollten Anwender, die die neue Ansicht noch nicht sehen, auch ein Auge auf die Einstellungen der Webversion haben. Taucht dort "Posteingang konfigurieren" auf, kann die neue Funktion manuell aktiviert werden.

Einen Nachteil hat die neue Oberfläche bislang. Sie funktioniert nicht parallel zur Priority Inbox, ob Google das ändern wird, ist noch nicht bekannt. Diese optionale Ansicht wurde vor ungefähr zwei Jahren eingeführt. Dort sortiert Gmail E-Mails von Absendern hin, mit denen der Nutzer regelmäßig E-Mails austauscht.  (ad)


Verwandte Artikel:
Gmail für Android: Direkt aus dem Benachrichtigungsbereich E-Mails beantworten   
(19.03.2013, https://glm.io/98254 )
Android-App: Gmail erhält nützliche neue Funktionen   
(04.12.2012, https://glm.io/96117 )
Kontakte synchronisieren mit iOS: GMail unterstützt nun CardDAV   
(30.09.2012, https://glm.io/94827 )
E-Mail-Dienst: Google Mail heißt in Deutschland wieder Gmail   
(20.06.2012, https://glm.io/92646 )
E-Mail-Dienst: Darf Google Mail in Deutschland wieder Gmail heißen?   
(13.04.2012, https://glm.io/91145 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/