Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/instant-messenger-whatsapp-in-deutschland-immer-beliebter-1305-99342.html    Veröffentlicht: 20.05.2013 13:25    Kurz-URL: https://glm.io/99342

Instant Messenger

Whatsapp in Deutschland immer beliebter

Die Zahl der Whatsapp-Nutzer in Deutschland ist laut einem Medienbericht innerhalb von sechs Monaten um 4,4 Millionen gestiegen. Der Dienst kommt dem Konkurrenten Facebook gefährlich nahe.

Whatsapp verbeitet sich in Deutschland weiter: Laut einer Hochrechnung, die das Netzökonomie-Blog von Focus Online veröffentlicht hat, ist die Zahl der Nutzer innerhalb von sechs Monaten von 9,3 auf 13,7 Millionen gestiegen. Den Rückstand auf den Facebook-Messenger hat Whatsapp fast halbiert - auf 1,9 Millionen Nutzer. Der Vorsprung auf Skype ist weiter ausgebaut worden.

Als Grundlage für die Zahlen hat Focus eine eigene Umfrage unter Besitzern von Smartphones mit iOS und Android verwendet. Die Einschränkung bei den mobilen Betriebssystemen zeigt, dass die Daten nicht die genauen Zahlen widerspiegeln, sondern nur eine Schätzung sind. Nutzer anderer Betriebssysteme sind nicht berücksichtigt worden. IPhone- und Android-Nutzer machten aber "zusammen etwa 80 Prozent der Smartphone-Nutzer" aus, schreibt das Nachrichtenmagazin.

Laut eigenen Angaben hat Whatsapp 200 Millionen aktive Nutzer pro Monat. 20 Milliarden Nachrichten werden täglich verschickt. Im August 2012 wurde die Zahl der täglich übermittelten Nachrichten mit 10 Milliarden angegeben. Im April 2012 lag die Anzahl noch bei 2 Milliarden.

Laut einer Untersuchung des britischen Marktforschungsunternehmens Informa sind im vergangenen Jahr täglich 19,1 Milliarden Nachrichten über IP-basierte Chatmessenger wie Whatsapp verschickt worden. Damit haben die Messenger erstmals die klassische SMS überholt, die täglich 17,6 Milliarden Mal verschickt worden war. Für 2013 rechnet das Unternehmen mit 41 Milliarden Nachrichten über IP-basierte Chatmessenger pro Tag.

Whatsapp hatte im September 2012 negative Schlagzeilen gemacht. Unter anderem konnten Nachrichten im Klartext mitgelesen werden. Außerdem soll es möglich gewesen sein, im Namen einer anderen Person Nachrichten zu senden und zu empfangen.  (sha)


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