Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mobilfunk-samsung-uebertraegt-1-gbit-s-mit-5g-funkverbindung-1305-99210.html    Veröffentlicht: 13.05.2013 11:45    Kurz-URL: https://glm.io/99210

Mobilfunk

Samsung überträgt 1 GBit/s mit 5G-Funkverbindung

Ein Array von 64 Antennen benötigte Samsung, um seine erste Mobilfunkübertragung der 5. Generation zu realisieren. Zugleich wird in der EU, in Japan und China an 5G gearbeitet.

Samsung Electronics hat Daten mit Mobilfunktechnik der 5. Generation übertragen. Das gab das Unternehmen am 13. Mai 2013 bekannt. Der Test erfolgte über eine Strecke von 2 Kilometern mit 1,056 GBit/s auf einer 28-GHz-Frequenz. Das Array bestand aus 64 Antennen.

Thorsten Robrecht, Head of Network Systems Product Manager bei Nokia Siemens Networks, hatte im Januar 2012 gesagt, dass Beyond-4G-Netze das Zehnfache an Basisstationen benötigen würden. "Drei zentrale Ziele müssen erreicht werden: Als Erstes muss das Zehnfache an mobiler Bandbreite bereitgestellt werden. Zweitens muss diese Bandbreite innerhalb der Netze im Vergleich zu den bestehenden Breitbandtechnologien zehnmal effizienter ausgeschöpft werden. Drittens werden die Netze das Zehnfache an Basisstationen benötigen", sagte Robrecht.

Samsung plane, die Forschung und Entwicklung von 5G-Mobilfunk-Technologie zu beschleunigen, um diese Technik bis zum Jahr 2020 zu vermarkten, erklärte der südkoreanische Elektronikkonzern.

Der Konkurrenzdruck in dem Bereich nehme stark zu, erklärte Samsung. China arbeite seit Februar 2012 an der "IMT-2020 (5G) Promotion Group" und die EU investiere in 5G und wolle bis 2020 Marktreife erreichen.

In Japan ist der Mobilfunkbetreiber NTT DoCoMo in dem Bereich aktiv.

Das Technologie-Zentrum Informatik der Universität Bremen (TZI) ist einer von 29 Partnern im EU-Projekt Metis, das mit rund 16 Millionen Euro gefördert wird. Metis (Mobile and Wireless Communications Enablers for the Twenty-Twenty) soll einen 5G-Standard ab 2020 schaffen, heißt es in einer Erklärung des Technologie-Zentrums vom 20. Februar 2013. Ziel sei, die "europäische Führung im Bereich mobiler und drahtloser Kommunikation weltweit sicherzustellen".  (asa)


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