Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kindle-hardware-amazon-arbeitet-an-3d-smartphone-1305-99184.html    Veröffentlicht: 10.05.2013 12:05    Kurz-URL: https://glm.io/99184

Kindle-Hardware

Amazon arbeitet an 3D-Smartphone

Amazons Lab126 hat ein Smartphone mit 3D-Display und Eye-Tracking in Vorbereitung. Damit könnte ein weiteres Amazon-Gerät "fast zum Selbstkostenpreis" erscheinen.

Amazon arbeitet an einem Smartphone mit 3D-Display. Wie das Wall Street Journal von Insidern erfahren hat, sind noch ein weiteres Smartphone und ein Streaming-Audio-Gerät in der Hardware-Sparte Lab126 des Internethändlers in Vorbereitung.

Das 3D-Smartphone soll auch Eye-Tracking bieten. Möglich sei aber auch, dass die Geräte wegen zu hoher Kosten oder mangelnder Performance nicht auf den Markt kommen. Amazon hat einen Kommentar zu dem Bericht abgelehnt.

Smartphones mit Displays für räumliche Darstellung ohne 3D-Brille sind nicht neu: Das Optimus 3D von LG erschien im Jahr 2011 für 600 Euro. Es hatte einen 4,3-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln und konnte auch 3D-Aufnahmen mit zwei 5-Megapixel-Kameras machen.

Ebenfalls im Sommer 2011 brachte HTC ein Android-Smartphone mit 3D-Touchscreen auf den Markt: das Evo 3D zu einem Preis von 700 Euro.

Amazon entwickelt laut einem früheren unbestätigten Bericht auch eine Set-Top-Box für Streaming-Videos, die noch 2013 erscheinen soll. Bloomberg erwartet, dass das Gerät Kindle TV heißen wird. Amazon will so mehr Nutzer für sein Video-on-Demand-Angebot gewinnen. Das Project wird bei Amazon von dem früheren Cisco-Vice-President Malachy Moynihan geleitet, der auch bereits neun Jahre bei Apple gearbeitet hat. Weitere Entwickler sind der frühere Tivo- und Vudu-Techniker und der frühere ReplayTV-Mitarbeiter Chris Coley.

"Unser Ansatz ist, hart zu arbeiten, um günstiger zu sein. Wir verkaufen Geräte fast zum Selbstkostenpreis und können so eine Menge anspruchsvolle Hardware zu einem sehr niedrigen Preis anbieten", sagte Firmengründer und Konzernchef Jeff Bezos im Oktober 2012. "Und unser Ansatz funktioniert."  (asa)


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