Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/creative-cloud-adobe-stellt-creative-suite-ein-1305-99119.html    Veröffentlicht: 06.05.2013 21:35    Kurz-URL: https://glm.io/99119

Creative Cloud

Adobe stellt Creative Suite ein

Cloud statt Suite, so lässt sich zusammenfassen, was Adobe am Montagabend angekündigt hat: Die Creative Suite wird eingestellt, auf die aktuelle Version CS6 wird keine CS7 folgen. Stattdessen gibt es ein Abomodell.

Adobe setzt künftig voll auf seine Creative Cloud und will keine neue Version der Creative Suite mehr anbieten. Der wesentliche Unterschied zwischen Suite und Cloud: Bei Creative Cloud handelt es sich um ein Abomodell, bei dem häufiger aktualisiert wird als bei der Suite.

Das nächste Update der Creative Cloud soll am 17. Juni 2013 folgen und mit einer Umbenennung der einzelnen Applikationen einhergehen. Diese erhalten dann alle ein "CC" am Ende: Der Nachfolger von Photoshop CS6 heißt Photoshop CC.

Photoshop soll unter anderem die Fähigkeit erhalten, Fotos zu entwackeln: Was durch Bewegung der Kamera unscharf wurde, soll der neue Photoshop korrigieren können. Zudem will Adobe den Algorithmus zum Schärfen von Bildern verbessert haben. Gleiches gilt für das Vergrößern von Bildern.

Auch andere Programme wie Illustrator oder Premiere Pro erhalten Neuerungen. Illustrator bietet beispielsweise ein Touch Type genanntes Werkzeug, das neue Möglichkeiten beim Umgang mit Schriften eröffnen soll. Zudem können Pinsel aus Fotos erstellt werden. Dabei soll Illustrator dank neuer Architektur deutlich schneller sein als bisher.

Weiterhin können auch einzelne Programme oder die ganze Suite im Abo erworben werden. Hierzulande kostet eine einzelne Applikation wie Photoshop oder Premiere 24,59 Euro pro Monat, die komplette Suite 61,49 Euro im Monat. Wer eine Lizenz für die Creative Suite ab der Version 3 besitzt, erhält die Vollversion im ersten Jahr für 36,89 Euro monatlich. Dabei handelt es sich weiterhin um Anwendungen, die lokal installiert werden, Adobe ergänzt diese aber zunehmend um Cloud-Funktionen.

Die Creative Suite will Adobe vorerst weiter anbieten, neue Funktionen soll das Paket aber nicht mehr erhalten. Lediglich Fehler sollen hier mittels Updates korrigiert werden. Gleiches gilt für die Einzelprogramme.  (ji)


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