Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ibm-messagesight-wie-verarbeitet-man-2-5-trillionen-bytes-pro-tag-1304-99015.html    Veröffentlicht: 30.04.2013 09:09    Kurz-URL: https://glm.io/99015

IBM Messagesight

Wie verarbeitet man 2,5 Trillionen Bytes pro Tag?

IBM hat mit Messagesight einen Server für das Internet der Dinge vorgestellt. Messagesight soll die Daten von bis zu 1 Million angeschlossenen Sensoren nahezu in Echtzeit verarbeiten können.

In den kommenden 15 Jahren wird sich die Zahl der Maschinen und Sensoren, die mit dem Internet verbunden sind, vervielfachen, sagen Marktforscher. IMS Research geht davon aus, dass es schon 2020 22 Milliarden Geräte geben wird, die mit dem Internet verbunden sind und Daten von rund 2,5 Trillionen Bytes pro Tag erzeugen.

Dazu gehören etwa Daten, die ein Autohersteller erfasst, um seinen Service zu verbessern, beispielsweise um die zuständige Werkstatt zu informieren, wenn in einem Auto eine Warnlampe aufleuchtet. Je nach Größe des Problems kann dann die Werkstatt den Fahrer auffordern zu kommen. Städte sollen anhand solcher Daten Verkehrsströme umlenken und Rettungskräfte können anhand der Sensorinformationen alarmiert werden, noch bevor jemand zum Telefon greifen kann. Auch in den Bereichen Gesundheit und Finanzen sieht IBM Anwendungsfelder.

IBM hat mit Messagesight nun ein Appliance vorgestellt, das darauf ausgelegt ist, solche Sensordaten in großer Menge zu verarbeiten. Bis 13 Millionen Nachrichten pro Sekunde soll Messagesight verarbeiten und dabei bis zu 1 Million Sensoren verwalten können.

Abgewickelt wird die Kommunikation über das neue Protokoll Message Queuing Telemetry Transport (MQTT), das von der Oasis entwickelt wird. MQTT ist ein recht schlankes Protokoll, das für Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) in mobilen Umgebungen entwickelt wurde, da Sensoren üblicherweise nur über sehr geringe Bandbreiten verfügen und in ihrer Leistungsaufnahme sehr beschränkt sind.

Erste Kunden konnten IBM Messagesight bereits ausprobieren.  (ji)


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