Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/spielemarkt-usa-onlineumsaetze-im-maerz-2013-extrem-gestiegen-1304-98828.html    Veröffentlicht: 19.04.2013 12:34    Kurz-URL: https://glm.io/98828

Spielemarkt USA

Onlineumsätze im März 2013 extrem gestiegen

Das Geschäft mit neuen Konsolen geht in den USA immer weiter zurück - dafür haben Bioshock Infinite und Tomb Raider dem Handel ein Plus beschert. Erstaunlich ist aber vor allem, wie stark die online erzielten Umsätze laut einer Markterhebung derzeit steigen.

670 Millionen US-Dollar: So viel hat die US-Spielebranche allein im Monat März 2013 im Internet an Umsatz erzielt, so das Marktforschungsunternehmen NPD Group. Im Februar 2013 sollen es 319 Millionen US-Dollar an Onlineumsatz gewesen sein - eine vergleichsweise geringe Summe. Die Zahl ist auch beachtlich, wenn man sie mit dem im stationären Handel erzielten Umsatz mit Spielen vergleicht: Der lag im März 2013 laut NPD Group bei 602 Millionen US-Dollar.

Einen Grund für das plötzliche extreme Wachstum nennen die Marktforscher nicht. Eine Ursache dürfte neben der Kürze des Vormonats die Vielzahl an interessanten Neuveröffentlichungen sein. Insbesondere Blizzard dürfte mit seiner am 12. März 2013 publizierten PC-Strategiespiel-Erweiterung Starcraft 2: Heart of the Swarm spürbar zu dem Plus beigetragen haben.

Von den anderen, auch auf Konsole verfügbaren Neuerscheinungen wie Bioshock Infinite und Tomb Raider hat der klassische Handel vermutlich stärker profitiert. Dort sind die Umsätze im März 2013 jedenfalls mit den genannten 602 Millionen US-Dollar um zwei Prozent gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr gewachsen - was eine willkommene Abwechslung gegenüber der sonst vorherrschenden Tendenz zu sinkenden Umsätzen darstellt.

Bestverkauftes Spiel war laut NPG Group Bioshock Infinite, gefolgt von Tomb Raider und Gears of War: Judgment. Auf Platz vier hat sich Kratos in God of War: Ascension gekämpft, auf Platz fünf folgt Call of Duty: Black Ops 2.

Im Geschäft mit Konsolen- und Handheld-Neugeräten hat sich der Abschwung dagegen fortgesetzt: Laut NPD Group ist der Umsatz um 32 Prozent auf rund 222 Millionen US-Dollar zurückgegangen. Offenbar warten die Konsumenten auf die Nachfolger der Xbox 360 und der Playstation 3 - die Wii U als einziges Neugerät der vergangenen Monate kann den Markt nicht drehen. Immerhin dürfte sich Nintendo freuen, mit seinem 3DS als einzige Plattform zugelegt zu haben - und das sogar um rund neun Prozent. Der Umsatz im Bereich des Zubehörs ist gegenüber dem Vorjahresmonat mit rund 216 Millionen US-Dollar konstant geblieben.  (ps)


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