Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/google-mirror-api-und-details-zu-glass-1304-98737.html    Veröffentlicht: 16.04.2013 09:36    Kurz-URL: https://glm.io/98737

Google

Mirror API und Details zu Glass

Kurz vor der Auslieferung der ersten Google-Glass-Modelle an Entwickler hat Google Details zu seiner Datenbrille, das zugehörige API und eine passende Android-App veröffentlicht.

Googles Datenbrille Glass hat zwar nur ein winziges Display, für den Nutzer soll es sich aber anfühlen wie ein hochauflösendes 25-Zoll-Display, das aus knapp 2,5 m Abstand betrachtet wird. Zur Auflösung des Displays macht Google im Datenblatt zu Glass zwar keine Angaben, in der API-Dokumentation wird aber eine Auflösung von 640 x 360 Pixeln genannt.

Die integrierte Kamera verfügt über eine Auflösung von 5 Megapixeln und nimmt Videos in 720p zusammen mit Audio auf. Zudem hat Google ein Knochenmikrofon (Bone Conduction Transducer) integriert.

Zur Kommunikation mit der Außenwelt unterstützt Google Glass WLAN nach IEEE 802.11b/g und Bluetooth. Die Datenbrille verfügt über 16 GByte Flash-Speicher, von denen 12 GByte nutzbar sind und automatisch mit Google Cloud Storage synchronisiert werden.

Der Akku in Googles Datenbrille soll bei typischer Nutzung einen Tag durchhalten, dann sollten aber nicht zu viele Hangouts oder Videoaufzeichnungen gemacht werden, da diese recht viel Leistung benötigen. Aufgeladen wird die Brille über Micro-USB.

Myglass App

Google Glass kann zusammen mit der Smartphone-App Myglass verwendet werden. Diese läuft unter Android ab der Version 4.0.3, sofern das Telefon Bluetooth unterstützt. Myglass versorgt die Brille mit GPS-Daten und ermöglicht es, über die Datenbrille SMS zu versenden und zu empfangen.

Darüber hinaus kann die Datenbrille über Myglass konfiguriert werden.

Mirror API für Glassware

Für Entwickler hat Google ein Mirror API genanntes SDK für Google Glass veröffentlicht. Sie sollen damit Glassware genannte Apps für die Datenbrille entwickeln.

Das von Google für Glass entwickelte Interface organisiert sämtliche Informationen in sogenannten Cards in einer Zeitleiste, durch die Nutzer vorwärts oder rückwärts blättern können. Diese Cards können Informationen aus verschiedenen Glassware-Apps enthalten. Zudem gibt es einige Standardkarten, die fest in der Timeline verankert sind und immer an der gleichen Stelle erscheinen - beispielsweise eine Card mit der aktuellen Zeit und eine, die alle Aufgaben zeigt, die sich mit Glass ausführen lassen. Über viele Cards lassen sich weitere Aktionen ausführen. Dazu müssen Nutzer nur einmal tippen.

Entwickler können neue Cards anlegen, vorhandene Cards ändern, auf Eingaben der Nutzer reagieren und auf Ereignisse reagieren, die Glass zur Verfügung stellt.

Wer das Mirror API ausprobieren will, kann das auch ohne Google Glass tun. Google hat dazu einen Glass-Playground eingerichtet. Dieser gibt auch einen Eindruck davon, wie das User Interface von Glass funktioniert. Zudem erläutert Google in Videos auf Youtube, wie das Mirror API genutzt werden kann.  (ji)


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