Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/naechste-xbox-cliff-bleszinski-schaltet-sich-in-always-on-debatte-ein-1304-98711.html    Veröffentlicht: 14.04.2013 13:21    Kurz-URL: https://glm.io/98711

Nächste Xbox

Cliff Bleszinski schaltet sich in Always-on-Debatte ein

Der Microsoft-Manager Adam Orth hat sich wegen seiner Unterstützung für eine Zwangsinternetverbindung von Geräten wie der nächsten Xbox den Unmut der Spielecommunity zugezogen. Nun verteidigt ihn einer, der in der Szene viel Achtung genießt: der Ex-Epic-Designer Cliff Bleszinski.

Cliff Bleszinski ist überzeugt: Künftig werde es weit verbreitet sein, dass Computer- und Unterhaltungshardware nur mit Verbindung zu den Servern des Herstellers arbeiteten. "Es kommt schnell, und wahrscheinlich für die Mehrheit der Geräte, die ihr besitzt", so Bleszinski unter der Überschrift "Gewöhnt euch daran" in einem Beitrag auf Tumblr. Die Überschrift ist ein Zitat aus einer Diskussionen der vergangenen Tage, die ein Microsoft-Manager namens Adam Orth auf Twitter angestoßen hatte. Dabei ging es letztlich darum, ob die nächste Xbox immer mit den Servern von Xbox Live verbunden sein muss. Sehr viele Spieler lehnen diese "Always-on"-Pflicht ab.

Bleszinski stellt sich vor Orth, der inzwischen nicht mehr bei Microsoft arbeitet. Bleszinski ist überzeugt, dass Orth inhaltlich recht habe: Always-on sei die Zukunft. Zwar habe es bei Titeln wie Sim City und Diablo 3 massive technische Probleme gegeben. Der wirtschaftliche Erfolg beider Spiele gebe Electronic Arts und Blizzard aber recht. Von Diablo 3 habe die Firma inzwischen rund zwölf Millionen Einheiten verkauft. Bleszinski würde, so schreibt er, Geld darauf setzen, dass es ohne Always-on weniger als die Hälfte wäre.

Er gibt zwar zu, dass es viele Gebiete gebe, in denen eine ständige Internetverbindung nicht ohne weiteres verfügbar sei. Andererseits: "Technologien entwickeln sich nicht weiter, wenn man sich ständig wegen der Grenzfälle Sorgen macht." Es habe auch viel Kritik gegeben, als Microsoft 2005 beschlossen habe, nur noch Breitbandverbindungen in Xbox Live zuzulassen - inzwischen kritisiere das so gut wie niemand mehr.

Bleszinski ist auch der Meinung, dass in der Community und den Medien zu hart mit Orth umgegangen werde. Er habe ihn zwar nie persönlich getroffen, aber von anderen gehört, dass er ein netter Kerl sei. Die Szene solle doch nicht so sehr über jemanden herfallen, nur weil der nach ihrer Meinung mal etwas Unsinniges gesagt habe.

Cliff Bleszinski hat bis Oktober 2012 bei Epic Games gearbeitet. Sein erstes Projekt war das Jump-and-Run Jazz Jackrabbit, später hat er vor allem an Gears of War entscheidend mitgearbeitet, der bislang erfolgreichsten Serie von Epic Games, und sich immer wieder in der Öffentlichkeit zu Branchenthemen geäußert.  (ps)


Verwandte Artikel:
Nächste Xbox: Cryteks Ryse und neues Forza exklusiv zum Start   
(12.04.2013, https://glm.io/98701 )
Always-on-Zwang: Adam Orth arbeitet nicht mehr bei Microsoft   
(11.04.2013, https://glm.io/98668 )
Xbox Game Pass: Monatsabo gilt auch für bestimmte Windows-10-Spiele   
(25.01.2018, https://glm.io/132380 )
Spielekonsole: Neue Xbox soll Google-TV-Funktionen bieten   
(11.04.2013, https://glm.io/98662 )
Microsoft: Xbox One emuliert 13 Xbox-Klassiker   
(23.10.2017, https://glm.io/130769 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/