Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/flashback-angespielt-erinnerungen-nach-ueber-20-jahren-gesucht-1304-98677.html    Veröffentlicht: 11.04.2013 15:41    Kurz-URL: https://glm.io/98677

Flashback angespielt

Erinnerungen nach über 20 Jahren gesucht...

Teils das gleiche Team, weitgehend das gleiche Spiel - nur die Technik ist modern: In einer Neuauflage von Flashback aus dem Jahr 1992 sucht die Hauptfigur nach ihren Erinnerungen. Dem ein oder anderen Spieler dürfte es dabei ähnlich ergehen.

Mancher etwas ältere Spieler hat bestimmt noch Erinnerungen an Flashback - vermutlich vorwiegend gute. Das vor über 20 Jahren veröffentlichte Programm hatte für damalige Verhältnisse neben einer tollen Grafik auch eine starke Handlung und ein tolles Level-Design. Jetzt hat Publisher Ubisoft eine Neuauflage vorgestellt. Im Großen und Ganzen handelt es sich dabei um das gleiche Spiel: Erneut ist die Hauptfigur Conrad B. Hart auf der Suche nach einem Würfel, in den er selbst seine Erinnerungen ausgelagert hat. Bei denen geht es immerhin um mysteriöse Wesen, die eine wesentlich höhere molekulare Dichte haben als gewöhnliche Menschen.

Wie im Original sehen wir Conrad und die Welt von der Seite, um ihn per Controller oder der Tastatur über eine aus Plattformen aufgebaute Welt zu scheuchen. Ein Jump-and-Run ist Flashback aber erneut nicht - beim Anspielen hat sich das Spieltempo vergleichsweise niedrig angefühlt, außerdem ist viel Rätselarbeit nötig. So müssen wir erst einen Schalter finden, um eine Lichtbrücke zu aktivieren und weiterzukommen. Das Ganze ist schick in Szene gesetzt mit einer gut animierten Hauptfigur und stimmig wirkenden Umgebungen, insbesondere der Dschungellandschaft am Anfang.

Neue Funktionen, alte Entwickler

Action gibt es auch: Wenige Minuten nach dem Start greifen die ersten außerirdischen Flugroboter an, die wir mit der frei drehbaren Pistole von Conrad ins Visier nehmen. Das Ganze funktioniert - wenn uns die Erinnerung nicht täuscht - deutlich komfortabler als damals. Die Entwickler bestätigen das: Das Element, das sie neben der nun flüssig scrollenden Grafik vor allem überarbeiten, ist die Steuerung. Nach wie vor scheint es allerdings trotz einer einfachen Übersichtskarte nicht ganz einfach zu sein, sich in dem Labyrinth aus Plattformen zurechtzufinden. Eine inhaltliche Neuerung ist ein einfaches Upgradesystem für die Waffen, so dass Conrad eine zusätzliche Motivation hat, die Umgebungen abzusuchen - eben, um die Verbesserungen zu finden.

Das alte Flashback entstand beim inzwischen aufgelösten Entwicklerstudio Delphine. An der Neuauflage arbeitet ein ebenfalls französisches Studio namens Vector Cell. Chefdesigner ist erneut Paul Cuisset, neben ihm sind vier weitere leitende Mitglieder des alten Teams wieder mit an Bord. Flashback soll als Download über Xbox Live und das Playstation Network erscheinen. Ebenso wie das Original, das damals für so gut wie jede Plattform auf den Markt kam, könnte es durchaus weitere Umsetzungen geben. Einen Erscheinungstermin hat Ubisoft noch nicht genannt.  (ps)


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