Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/pc-markt-windows-8-nuetzt-nicht-nur-nichts-sondern-schadet-sogar-1304-98667.html    Veröffentlicht: 11.04.2013 11:40    Kurz-URL: https://glm.io/98667

PC-Markt

Windows 8 nützt nicht nur nichts, sondern schadet sogar

Tablets und Smartphones boomen, der PC verliert an Bedeutung. Windows 8 habe dem nicht nur nichts entgegengesetzt, sondern diese Entwicklung noch verstärkt, urteilt das Marktforschungsinstitut IDC.

Der weltweite PC-Markt ist im ersten Quartal 2013 um 13,9 Prozent geschrumpft. Das gab der IT-Marktforscher IDC bekannt. Die Zahl der weltweit ausgelieferten PCs sank auf 76,3 Millionen. IDC hatte nur einen Rückgang um 7,7 Prozent erwartet.

"An diesem Punkt dürfte leider klar sein, dass der Windows-8-Launch nicht nur keinen positiven Impuls für den PC-Markt schaffen konnte, der Start scheint den Markt sogar verlangsamt zu haben", sagte Bob O'Donnell, IDC Program Vice President für Clients und Displays. Der Rückgang ist der stärkste, seit IDC im Jahr 1994 begonnen hat, die Marktzahlen zu ermitteln.

Einige Nutzer schätzten zwar die Touch-Funktionen und andere Neuerungen in Microsofts neuem Betriebssystem, sagte O'Donnell - dennoch: "Die radikalen Änderungen an der Benutzerschnittstelle, das Entfernen des populären Startknopfs und die Kosten für Touch-Funktionen in der Hardware machten den PC zu einer weniger attraktiven Alternative zum Tablet und anderen konkurrierenden Geräten. Microsoft wird um einige sehr schwierige Entscheidungen nicht herumkommen, wenn es den PC-Markt beleben will."

Der Markt für PCs in den USA gab um 12,7 Prozent nach. Apple entwickelte sich laut IDC aber besser als der US-Markt. Dennoch gingen die PC-Absatzzahlen auch für Apple zurück, durch die Konkurrenz des eigenen iPads, so IDC

IDC zählt Tablets nicht in seiner PC-Statistik mit. Der starke Rückgang der Netbooks und der Wechsel zu Tablets und Smartphones hätten die Entwicklung weiter beschleunigt.

Laut Gartner sanken die weltweiten PC-Verkaufszahlen im ersten Quartal 2013 auf den niedrigsten Stand seit dem zweiten Quartal 2009. Die PC-Verkäufe waren in allen Weltregionen rückläufig. In der EMEA-Region gab es den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen durch Gartner. EMEA ist die Abkürzung für einen Wirtschaftsraum, die für Europe (West- und Osteuropa), Middle East (Naher Osten) und Afrika steht.

Laut vorläufigen Ergebnissen Gartners wurden im ersten Quartal 2013 weltweit 79,2 Millionen PCs verkauft. Das entspricht einem Rückgang von 11,2 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die weltweiten PC-Verkäufe sanken erstmals seit dem zweiten Quartal 2009 wieder unter die 80-Millionen-Marke. Während die Verkäufe in allen Regionen rückläufig waren, wurde in der EMEA-Region der stärkste Rückgang festgestellt.  (asa)


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