Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/werbemanager-ken-segall-apple-wuerdigt-sich-mit-iphone-produktnamen-selbst-herab-1304-98566.html    Veröffentlicht: 08.04.2013 08:14    Kurz-URL: https://glm.io/98566

Werbemanager Ken Segall

"Apple würdigt sich mit iPhone-Produktnamen selbst herab"

Werbemanager Ken Segall kritisiert seinen ehemaligen Kunden Apple wegen der Markenbezeichnungen des iPhones. Er war als ehemaliger Mitarbeiter der Agentur TBWA\Chiat\Day für viele Werbekampagnen von Apple verantwortlich. Das iPhone 4S hätte seiner Meinung nach niemals so heißen dürfen.

Ken Segall war als Manager der Werbeagentur TBWA\Chiat\Day unter anderem für die "Think Different"-Kampagne von Apple verantwortlich und beriet das Unternehmen in Fragen von Markennamen. Segall hat nun kritisiert, wie Apple seine mobilen Produkte benennt. Als Apple das iPad der dritten Generation auf den Markt brachte, hieß es nicht etwa iPad 3, sondern "das neue iPad". Dafür gibt es nach Ansicht von Segall keinen Grund. Beim vierten Modell wurde das Namensmuster ebenfalls nicht geändert.

Beim iPhone hingegen hat Apple ein anderes Schema beibehalten und nummeriert die neuen Geräte nicht etwa durch, sondern bringt eine Zwischengeneration mit einem angehängten "S" auf den Markt. So kommen iPod, iPad, iMac, Mac Pro, Macbook Air und Macbook Pro ohne Nummerierung aus.

Wie das nächste iPhone heißen wird, ist zwar noch nicht bekannt, aber wenn das bisherige Schema beibehalten wird, wird es vermutlich 5S heißen.

Segall schreibt in seinem Blog, dass Apple niemals ein iPhone als "4S" bezeichnen solle. Das sei nicht nur schlecht auszusprechen. Es würde auch suggeriert, dass es nur leicht überarbeitet worden ist. Apple selbst behauptete bei der Vorstellung im Widerspruch dazu, dass das iPhone 4S komplett "neu gedacht" wurde.

"Der Versuch, den 'Grad der Innovation' in der Produktbezeichnung zu kalibrieren, erscheint wie eine unnötige (und sich selbst herabwürdigende) Übung", so Segall.

Segall findet, dass deshalb das nächste Smartphone iPhone 6 heißen sollte. Das sei schließlich im Automarkt genauso, bei dem ein 2013er Modell auch nicht 2012S heißen würde. Die Kunden würden schließlich das neueste Modell kaufen wollen. Ein S-Modell wirkt nach Ansicht von Segall "schwach und hilflos".

Der Nachfolger des iPhone 5 könnte im Sommer 2013 auf den Markt kommen, berichtete das Wall Street Journal. Dem Blatt zufolge soll die Produktion des Geräts im Laufe des zweiten Quartals 2013 starten. Es soll sich dabei äußerlich kaum vom aktuellen iPhone 5 unterscheiden.  (ad)


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