Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/detroit-electric-sp01-neuer-elektrosportwagen-unter-us-traditionsmarke-1304-98532.html    Veröffentlicht: 04.04.2013 17:09    Kurz-URL: https://glm.io/98532

Detroit Electric SP01

Neuer Elektrosportwagen unter US-Traditionsmarke

Alter Name, neues Auto: Der US-Autohersteller Detroit Electric hat den Elektrosportwagen SP:01 vorgestellt. Das Unternehmen baute schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Elektroautos und wurde neu gegründet.

Der Tesla Roadster bekommt einen Nachfolger: Das US-Unternehmen Detroit Electric hat einen Sportwagen mit Elektroantrieb vorgestellt. Wie der Tesla Roadster basiert auch dieses Auto auf einem Lotus.

Der Detroit Electric SP:01 ist ein zweisitziger Sportwagen. Das Auto ist knapp 3,9 Meter lang, 1,75 Meter breit und knapp 1,12 Meter hoch bei einem Gewicht von 1.070 Kilogramm. Als Basis dient der Exige des englischen Sportwagenherstellers Lotus. Der E-Sportwagen soll im August auf den Markt kommen. Der Preis für die Standardausstattung liegt bei 135.000 US-Dollar.

Schnellstes E-Serien-Auto

Angetrieben wird der SP:01 von einem 150 kW starken Elektromotor. Dieser beschleunigt den SP:01 in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp 250 Kilometern pro Stunde. Damit sei der SP:01 "das schnellste rein elektrische Serienauto der Welt", erklärt der Hersteller. Ungewöhnlich für ein Elektroauto: Der SP:01 hat eine manuelle Vier-Gang-Schaltung.

Als Energiespeicher dient ein 37-kWh-Lithium-Polymer-Akku, der eine Reichweite von etwa 290 Kilometern ermöglichen soll. Über die Energierückgewinnung beim Bremsen kann die Reichweite noch etwas verlängert werden. Der Akku kann an der normalen Haushaltssteckdose geladen werden - an einem in Europa üblichen 240-Volt-Anschluss dauert das knapp elf Stunden.

Schnell laden mit 360 Powerback

Detroit Electric bietet aber auch die Schnellladeeinrichtung 360 Powerback an. Damit soll der Akku in etwa knapp 4,5 Stunden geladen sein. 360 Powerback ermöglicht es auch, Strom aus dem Akku in den Haushalt einzuspeisen. Gesteuert wird das über das Smartphone Application Managed Infotainment System (Sami).

Sami ist eine Art smartphonegestützte Fernsteuerung für das Auto: Darüber lässt sich auch die Musik im Auto starten oder die Innenbeleuchtung regeln. Außerdem kann der Fahrer über Sami feststellen, wo sich das Auto gerade befindet sowie Klimaanlage oder Heizung aktivieren - an kalten Tagen sicher eine praktische Funktion. Schließlich können über Sami der Ladestand des Akkus und die verbleibende Reichweite abgefragt werden.

Thomas Edison und Oma Duck

Das Auto ist neu, der Name hat jedoch Tradition: Detroit Electric wurde bereits 1907 gegründet und war bis 1939 aktiv. In dieser Zeit baute das Unternehmen 13.000 Elektroautos. Unter anderem besaß der bekannte Erfinder Thomas Alva Edison ein Model 46. Der Zeichner Walt Disney ließ Dorette Duck, Donald Ducks Großmutter, mit einem Detroit Electric durch Entenhausen kurven.

2008 übernahm Albert Lam die Marke Detroit Electric. Lam, der zuvor Chef bei Lotus war, will unter diesem Namen wieder Elektroautos in den USA bauen. Der Sportwagen, von dem das Unternehmen 999 Stück plant, ist das erste Modell, das das neue Detroit Electric auf den Markt bringt. Zwei weitere sind für Ende kommenden Jahres angekündigt.  (wp)


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