Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/id-software-massive-probleme-bei-doom-4-1304-98521.html    Veröffentlicht: 04.04.2013 11:33    Kurz-URL: https://glm.io/98521

id Software

Massive Probleme bei Doom 4

Seit 2008 befindet sich Doom 4 offiziell in der Entwicklungsphase - aber eine Veröffentlichung ist noch in sehr weiter Ferne, so ein US-Medienbericht. Grund soll Missmanagement bei id Software sein.

Doom ist eine der bekanntesten Marken der Spielebranche- aber viel mehr als die Veröffentlichung der Doom 3 BFG Edition im Oktober 2010 ist damit in den vergangenen Jahren nicht passiert. Dabei hatte John Carmack von id Software bereits 2007 über Doom 4 gesprochen, 2008 wurde der Titel offiziell angekündigt. Die US-Webseite Kotaku.com schreibt jetzt mit Bezug auf Insider über die Gründe. Und die liegen laut dem Bericht vor allem am Missmanagement innerhalb von id Software.

Lange habe die Produktion des enttäuschenden (nachträglich auch von Carmack inhaltlich und technisch kritisierten) Rage im Mittelpunkt gestanden. Nach dessen Fertigstellung Ende 2011 sei dann wieder Doom 4 in den Fokus gerückt. Dabei habe sich allerdings herausgestellt, dass das Team in all den Jahren nur ein paar langweilge Level zustande gebracht habe, und ein überzeugendes Grundkonzept mit spannenden Ideen fehle.

Mehrfach gab es seitdem Meldungen über eine Einstellung des Projekts - zuletzt im Januar 2012. Allerdings wurden diese Berichte von Publisher Bethesda stets sofort dementiert. Pete Hines, bei der Firma für das Marketing und die PR zuständig, hat sich nun zu Kotaku.com erneut über das Programm geäußert: "Eine frühe Version von Doom 4 hatte weder über die Qualität noch den Spielspaß verfügt, den id und Bethesda anstreben und den Fans von Doom weltweit erwarten." Deshalb habe sich das Team neu aufgestellt und frisch angefangen.

Laut Kotaku.com habe dieser Neustart nur eine kurzfristige Anhebung der Teammoral bewirkt. Interne Machtkämpfe, ein fehlendes Konzept und Kommunikationsprobleme hätten dazu geführt, dass Doom 4 seitdem kaum vorangekommen sei. Eine Zeit lang habe es so ausgesehen, als ob das Spiel wenig mehr als ein Abklatsch von Call of Duty werden würde - Insider hätten deshalb über Call of Doom gespottet. Bethesda erwarte aber ein Programm, das sowohl kommerziell als auch kulturell ähnlich einschlage wie zuletzt Skyrim.

Letzter Stand, so Kotaku.com: Doom 4 sei jetzt für die nächste Generation der Konsolen sowie für PCs geplant. Falls id Software das Projekt nicht in den Griff bekomme, würde Bethesda einschreiten. Am wahrscheinlichsten sei dann, dass sich ein Großteil zumindest der führenden Angestellten einen neuen Job suchen müsse, während sich ein neues Team an die Arbeit mache.  (ps)


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