Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/tomb-raider-lara-croft-ist-am-pc-schoener-und-ein-bisschen-haarig-1303-97991.html    Veröffentlicht: 05.03.2013 17:28    Kurz-URL: https://glm.io/97991

Tomb Raider

Lara Croft ist am PC schöner - und ein bisschen haarig

Ab sofort ist das neue Tomb Raider erhältlich - nicht nur für Konsolen, sondern auch für Windows-PC. Golem.de zeigt die Versionen im Videovergleich inklusive der neuen Haar-Animations-Technik Tressfx.

Stürme umtosen die mysteriöse Insel, auf der Lara Croft in ihrem neuen Tomb-Raider-Abenteuer einem geheimnisvollen Kult auf die Spur kommt. Das mit Knobeleinlagen angereicherte Actionspiel hat sich im Test der Konsolenversion als spannendes und sehr abwechslungsreiches Highlight entpuppt. Jetzt liegt Golem.de auch die PC-Fassung vor. Die hat nicht Crystal Dynamics programmiert, sondern ein niederländisches Studio namens Nixxes, wo bereits die PC-Versionen von Hitman Absolution und Deus Ex Human Revolution entstanden sind. Die PC-Fassung von Tomb Raider muss auf Steam aktiviert werden und kostet rund 50 Euro.

Inhaltlich gibt es keine Unterschiede zum Gegenstück auf Xbox 360 und Playstation 3. Ganz anders sieht es bei der Grafik aus: bei der Kantenglättung und den Lichteffekten, vor allem aber bei den Texturen. In Tomb Raider gibt es zahlreiche Felszeichnungen, fein verzierte Altare und Tempelanlagen mit antiken Bildern. Beide wirken in der PC-Version wesentlich detailreicher - erst dort können sich Spieler die Relikte genauer anschauen, was zwar keine spielerischen Vorteile bringt, aber oft interessant ist und für zusätzliche Abenteuerstimmung sorgt.

Einen durchwachsenen Eindruck macht indes eine neue Technologie von AMD namens Tressfx, die in Tomb Raider zum Einsatz kommt und eigentlich für besonders realistisch fallendes Haar bei Lara Croft sorgen soll. Tressfx lässt sich - auch auf Nvidia-Hardware - in den Grafikoptionen jederzeit ein- oder ausschalten.

Meistens wirkt Laras Haar tatsächlich realistischer. Bisweilen flattern die Strähnen aber auf sehr seltsame Art im Wind. Dann sieht es vor allem aus größerer Entfernung, etwa in Engine-Zwischensequenzen, plötzlich aus, als ob sich die Abenteurerin ein dünnes Kopftuch umgelegt hat. Tressfx hat auch spürbare Auswirkungen auf die Bildwiederholungsrate - trotzdem würden wir die Technologie auf einem ausreichend starken PC im Zweifel verwenden.

Die PC-Version von Tomb Raider erlaubt weitgehenden Zugriff auf die Details der Grafik. Schatten, Tiefenschärfe, Tessellierung und stereoskopisches 3D lassen sich mit entsprechender Hardware aktivieren. Die Steuerung klappt sowohl mit der Kombination aus Tastatur und Maus als auch mit einem Gamepad hervorragend und lässt sich weitgehend den eigenen Vorlieben anpassen. Manuelles Speichern ist, genauso wie auf der Konsole, nicht möglich, allerdings legt das Programm automatisch und sehr häufig an fairen Stellen ein Savegame an.

Anforderungen an die PC-Hardware

Laut Publisher Square Enix läuft die PC-Version von Tomb Raider ab Windows XP mit dem Service Pack 3; auf der Festplatte müssen rund 12 GByte frei sein. Das Programm benötigt mindestens einen AMD Athlon 64 X2 mit 2,1 GHz (4050+) oder einen Intel Core2 Duo 1,86 GHz (E6300). Allerdings empfiehlt der Hersteller eine Vierkern-CPU, etwa einen AMD Phenom 2 X2 565 oder einen Intel Core i5-750. Im Rechner müssen mindestens 2, besser 4 GByte RAM verbaut sein.

Die Mindestanforderung an die Grafikkarte: Kompatibilität mit DirectX-9 und 512 MByte RAM. Square Enix nennt als Beispiel eine AMD Radeon HD 2600 XT oder eine Nvidia 8600. Für bestmögliche Optik sorgt eine Karte, die mit DirectX-11 klarkommt und über 1 GByte RAM verfügt - etwa eine AMD Radeon HD 5870 oder eine Nvidia GTX 480.  (ps)


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