Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/android-google-fuerchtet-die-wachsende-macht-von-samsung-1302-97846.html    Veröffentlicht: 26.02.2013 18:34    Kurz-URL: https://glm.io/97846

Android

Google fürchtet die wachsende Macht von Samsung

Samsung will mehr von den Werbeeinnahmen, die Google mit seinen mobilen Android-Geräten erzielt. Google versucht darum, die Samsung-Konkurrenten HTC und Hewlett-Packard im Android-Ökosystem zu stärken.

Google sorgt sich um die zunehmende Marktmacht von Samsung Electronics bei Android-Geräten. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Unternehmenskreise. Der südkoreanische Elektronikkonzern liefert inzwischen rund 40 Prozent aller Geräte mit Googles Android-Betriebssystem und fordert darum einen höheren Anteil an den Werbeeinnahmen von Google. Google zahlte Samsung bisher über zehn Prozent der Werbeeinnahmen, die über die mobile Suche und Apps für Google Maps und Youtube auf Samsung-Geräten erzielt werden.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona trifft sich Google mit anderen Android-Geräteherstellern wie HTC und Hewlett-Packard, um deren Position gegenüber Samsung zu stärken. In wenigen Monaten will HP ein kleines 7-Zoll-Tablet auf den Markt bringen, auf dem Android läuft.

Vertreter von Google und Samsung haben den Bericht des Wall Street Journals nicht kommentiert. Bei Google würden die Bedenken gegenüber Samsung intern jedoch offen diskutiert, so die Zeitung.

Laut dem Bericht sagte Android-Chef Andy Rubin intern, dass die Übernahme von Motorola Mobility eine Art Absicherung gegen Hersteller wie Samsung war, die im Android-Ökosystem zu mächtig werden. Im Herbst 2012 kündigte Google an, auf mobilen Endgeräten im Jahr 2012 einen Werbeumsatz von acht Milliarden US-Dollar zu generieren.

Samsung verkaufte im Jahr 2012 215,8 Millionen Smartphones, fast alle mit Android-Betriebssystem, und hatte damit laut IDC einen Marktanteil von 39,6 Prozent am Weltmarkt. Apple hielt mit 136,8 Millionen iPhones 25,1 Prozent am weltweiten Smartphone-Markt.

Im Vorjahr lagen Samsung und Apple noch mit 19 Prozent gleichauf.  (asa)


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