Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deutschland-jeder-dritte-zeichnet-fernsehprogramm-digital-auf-1302-97783.html    Veröffentlicht: 24.02.2013 16:57    Kurz-URL: https://glm.io/97783

Deutschland

Jeder Dritte zeichnet Fernsehprogramm digital auf

Das Fernsehprogramm wird von 22 Millionen Menschen in Deutschland aufgezeichnet. Rund 8 Prozent zeichnen Fernsehsendungen oft sogar täglich auf.

32 Prozent der Menschen in Deutschland zeichnen Filme, Serien oder Nachrichtensendungen aus dem TV-Programm auf. Das sind mehr als 22 Millionen Deutsche. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Aris im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom unter 1.004 Bundesbürgern ab 14 Jahren.

Die Aufzeichnungen würden genutzt, um Sendungen zu einem späteren Zeitpunkt anzusehen und bei Bedarf zu archivieren. Rund 8 Prozent zeichnen Fernsehsendungen sogar mehrfach in der Woche und oft sogar täglich auf. Weitere 8 Prozent speichern Filme, Serien oder Nachrichtensendungen aus dem TV-Programm mehrmals im Monat. Maximal einmal pro Monat nutzen 16 Prozent der Befragten die Aufnahmefunktion.

Aufzeichnungen des Fernsehprogramms seien durch "Festplattenrekorder bequem und einfach", sagte Michael Schidlack vom Bitkom. "Die Onlinemediatheken der TV-Sender und Video-on-Demand-Dienste werden jedoch zunehmend beliebter und haben das Potenzial, eigene Aufzeichnungen nach und nach zu ersetzen." Andere Möglichkeiten sind Onlinedienste zur Aufzeichnung des TV-Programms.

Neuere Fernseher haben eine Aufnahmefunktion oft integriert. Hierfür muss meist nur noch ein Speichermedium angeschlossen werden, etwa eine Festplatte oder ein USB-Stick. Auch Empfangsgeräte wie Satelliten- oder Kabel-Receiver bieten häufig eine solche Funktion an. Einige haben Festplatten zur Speicherung. Zudem gibt es DVD- und Blu-ray-Rekorder mit integriertem Fernsehempfänger.

Schidlack: "Verschlüsselungen oder Codierungen der Sendungen können die Aufzeichnungsmöglichkeiten, etwa schnelles Vorspulen der gespeicherten TV-Sendung, technisch begrenzen. Dies gilt insbesondere für digitale TV-Signale und HD-Programme."

Laut W3B-Report "Smart TV - Fernsehen der Zukunft?" steht bereits bei jedem dritten Onlinenutzer ein internetfähiges Fernsehgerät, ein Smart-TV, im Haushalt. Doch als Internetzugang werden die smarten Fernseher von der Mehrheit nur selten bis nie eingesetzt, wie auch eine andere Studie belegt. Lediglich 13 Prozent der befragten deutschen Internetnutzer geben an, regelmäßig die Onlineanbindung ihres Smart-TVs einzusetzen. Weniger als ein Drittel tut dies zumindest gelegentlich.  (asa)


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