Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/militaer-darpa-will-mobiles-netzwerk-mit-100-gbit-s-bauen-1212-96434.html    Veröffentlicht: 18.12.2012 13:39    Kurz-URL: https://glm.io/96434

Militär

Darpa will mobiles Netzwerk mit 100 GBit/s bauen

Die Darpa sucht Partner aus der Industrie für ein erstaunliches Projekt. Das Ziel ist es, die gleiche Datentransferrate wie über Glasfaser per Funk zu erreichen, und das ohne einen Glasfaser-Backbone.

Die Darpa will ein Mobilfunknetzwerk entwickeln, das eine Datenübertragungsrate von 100 GBit/s ohne Glasfaser-Backbone erreicht. Die Darpa (Defense Advanced Research Projects Agency), eine Behörde des US-Verteidigungsministeriums, will dazu am 9. Januar 2013 Bewerbungen für seine Ausschreibung annehmen und auf einem öffentlichen Forum zu den Projektplanungen Fragen von möglichen Industriepartnern beantworten.

Ziel sei es, für ein militärisches Kommunikationsnetzwerk im Luftraum und vom Luftraum zur Erde über lange Distanzen eine Datenrate bereitzustellen, die der in Glasfasernetzwerken entspricht, so die Darpa.

Das Projekt "Darpa 100 GBit/s RF Backbone (100G)" soll weltweit einsetzbar sein. Die Datenverbindung muss in der Luft über Strecken von 200 Kilometern und am Boden über mehr als 100 Kilometer verfügbar sein, erklärt die Behörde. Dabei sei eine der größten Herausforderungen die Wolkendecke, aber auch Nebel und Regen.

Darpa braucht Hilfe von Telekommunikationsausrüstern

"Die Bereitstellung von Glasfaserkapazität auf einer Funkfrequenz wird eine effiziente Nutzung des verfügbaren Frequenzbands erfordern", sagte Darpa Program Manager Dick Ridgway. Nötig sei eine Kombination von hochwertiger Modulation und räumlichem Multiplexing. "Wir glauben, dass die Erreichung der Ziele des Programms das Zusammenwirken von Telekommunikationsausrüstern und der technischen Wissensbasis des Kommunikationsbereiches des Verteidigungsministeriums erfordert."

In der öffentlichen Anmeldung für das Projekt findet sich bisher keiner der großen Mobilfunkausrüster wie Ericson, Nokia Siemens Networks, Alcatel-Lucent, Huawei oder ZTE.  (asa)


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