Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/apple-cooler-als-samsung-apple-stellt-richtigstellung-richtig-1211-95496.html    Veröffentlicht: 02.11.2012 16:35    Kurz-URL: https://glm.io/95496

Apple "cooler" als Samsung

Apple stellt Richtigstellung richtig

Keine 24 Stunden nach einer Rüge eines britischen Berufungsgerichts, hat Apple eine konforme Richtigstellung in der Tageszeitung The Guardian veröffentlicht. Der zuvor beanstandete Text ist von der Apple-Webseite verschwunden.

In der britischen Tageszeitung The Guardian ist Apples Richtigstellung als Werbung rubriziert und wie vom Gericht gefordert in der Schriftgröße von 14 Punkten veröffentlicht worden. Der nüchterne Text bestätigt, dass ein britisches Gericht geurteilt hat, dass Samsung mit seinen Tablets Galaxy Tab 10.1, 8.9 und 7.7 das iPad nicht kopiert habe. Darüber berichten mehrere Quellen, darunter The Next Web.

Außerdem sei das Urteil europaweit gültig und es gebe wegen Geschmacksmusterverletzungen in ganz Europa keine einstweilige Verfügung, die ein Verkaufsverbot nach sich ziehe, heißt es in dem Zeitungstext. Die Anzeigen muss Apple noch in den Tageszeitungen Financial Times und Daily Mail sowie in Zeitschriften Mobile Magazine und T3 schalten.

iPads sind viel cooler

Auf seiner Webseite hatte Apple vor wenigen Tagen eine andere Version seiner Richtigstellung veröffentlicht. Darin zitiert Apple den Richter in dem Verfahren um Geschmacksmusterverletzungen. Der hatte Apples iPad als "viel cooler" als Samsungs Tablets bezeichnet. Samsung könne deshalb gar nicht das Design von Apple kopiert haben. Außerdem hatte Apple in dem ursprünglichen Text andere Prozesse erwähnt, die Samsung verloren hatte, darunter vor dem Landgericht Düsseldorf und in den USA.

Das verärgerte die drei Richter Lord Justice Longmore, Lord Justice Kitchin und Sir Robin Jacob des britischen Berufungsgerichts so sehr, dass sie Apples Anwälte erneut vor Gericht zitierten und eine Korrektur des Textes forderten. Apples Anwälte hatten argumentiert, es werde mindestens zwei Wochen dauern, bis sie die Änderungen einpflegen könnten. Das glaubten die Richter nicht und gaben Apple stattdessen 48 Stunden Zeit.

Auf der britischen Webseite ist der ursprüngliche Text nicht mehr zu finden. Eine korrigierte Fassung wie von dem Gericht gefordert, gibt es allerdings auch noch nicht.  (jt)


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