Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/paypal-chef-zu-viele-mitarbeiter-machen-uns-langsam-1210-95412.html    Veröffentlicht: 30.10.2012 14:59    Kurz-URL: https://glm.io/95412

Entlassungen

"Zu viele Mitarbeiter machen Paypal langsam"

Paypal-Chef David Marcus hat den Abbau von 325 festen Stellen und 120 Zeitverträgen angekündigt. Die Entwicklungsabteilungen seien zu groß und darum zu langsam.

Der Zahlungsabwickler Paypal kündigt 325 Mitarbeitern. Das gab das eBay-Tochterunternehmen am 29. Oktober 2012 bekannt. Zudem müssen 120 Beschäftigte mit Zeitverträgen das Unternehmen verlassen. Der neue Paypal-Chef David Marcus hat angekündigt, die Stellen abzubauen, indem neun Produktentwicklungsabteilungen zu einer zusammengelegt werden.

Das Unternehmen hat knapp 13.000 Mitarbeiter. EBay kündigte an, dass der Stellenabbau 15 Millionen US-Dollar kosten wird. Paypal Deutschland hat Fragen von Golem.de zum Stellenabbau hierzulande nicht beantwortet.

"In einer großen Firma wirkt an einem gewissen Punkt das Gesetz des abnehmenden Ertrags, dann bedeuten mehr Menschen, dass man langsamer wird", sagte Marcus der Nachrichtenagentur Reuters. "Sie haben eine Menge Überschneidungen von Funktionen in neun Produktgruppen, die wir zusammenführen", sagte er.

Marcus, der den Bezahldienstleister seit sechs Monaten führt, räumte in einem Forumsbeitrag bei Hacker News als Antwort auf eine öffentliche Beschwerde "Wachstumsschmerzen" wegen der starken Zunahme der Transaktionen bei Paypal ein. Es solle "massive kulturelle Veränderungen" bei Paypal geben, kündigte Marcus an. "Wenn wir Mist bauen, dann stellen wir uns dem jetzt und tun etwas dagegen." Paypal wolle wieder ein "großartiges" Unternehmen werden, erklärte Marcus. Wir erfinden unsere "Arbeitsweise, Produkte, Plattform, Schnittstellen und die Regeln neu", versprach er.

Marcus hat Vorführungen von konkurrierenden Angeboten am Paypal-Hauptsitz in San Jose, Kalifornien, organisiert. Screenshots von Konkurrenzprodukten säumen die Wände einiger Gänge.

"Es ist wichtig, mit der Realität der Situation konfrontiert zu werden", sagte Marcus. "In einigen Fällen haben wir nicht das bessere Produkt und müssen etwas dagegen tun."  (asa)


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