Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/phase-one-bildbearbeitung-capture-one-pro-7-mit-besserem-raw-konverter-1210-95363.html    Veröffentlicht: 29.10.2012 08:45    Kurz-URL: https://glm.io/95363

Phase One

Bildbearbeitung Capture One Pro 7 mit besserem Raw-Konverter

Phase One hat mit Capture One Pro 7 eine neue Version seiner Bildbearbeitungssoftware für Windows und Mac OS X veröffentlicht. Auffälligste Neuerungen sind eine verbesserte Rohdatenentwicklung und ein Verlaufsfilter.

Capture One Pro 7 ist ähnlich wie Adobe Lightroom eine Software zur Verwaltung, Bearbeitung und Präsentation von Digitalfotos. Die neue Version 7 wurde mit einem überarbeiteten Rohdatenmodul ausgerüstet, das eine bessere Qualität liefern soll. Außerdem wurde der Algorithmus zur Rauschreduzierung nach Herstellerangaben verbessert. Im direkten Vergleich mit Adobe Photoshop wurden unverändert aus der Kamera importierte Rohdatenbilder etwas detaillierter und stärker gesättigt dargestellt.

Dazu kommen verbesserte Werkzeuge zum Aufhellen von Schatten und der Reduktion von Lichtern sowie zur Hervorhebung von Strukturen. Mit dem Werkzeug Klarheit, das ebenfalls verändert wurde, lässt sich der lokale Kontrast und auf Wunsch auch die Sättigung anpassen.

Verlaufsmasken für fehlbelichtete Landschaften

Die neuen Verlaufsmasken bieten eine schnelle Möglichkeit zur Bildbearbeitung. Diese Funktion bietet Lightroom ebenfalls. Typisches Anwendungsbeispiel ist das Aufhellen der unterbelichteten Landschaft, wobei der korrekt belichtete Himmel nicht angetastet wird. Dazu legt der Anwender einfach eine Verlaufsmaske über das Bild und hellt das Bild dann graduell auf. Der Anwender kann beliebig viele Verlaufsmasken in jeweils neuen Ebenen über das Bild legen. Nach wie vor können Masken auch mit einem Pinselwerkzeug gemalt werden, um lokale Korrekturen zu ermöglichen.

Capture One arbeitete bislang mit sogenannten Sitzungen. Dieses Prinzip der Dateiorganisation hat der Hersteller zwar nicht vollkommen aufgegeben, dennoch wurde nun wie bei Lightroom auch ein Katalog zur Organisation und Anzeige von Dateien eingeführt. Ein Katalog enthält alle benötigten Informationen in einer einzelnen Datei, um zum Katalog hinzugefügte Bilder zu finden und anzeigen zu können. Die Sitzungen enthielten diese Daten in Einzelordnern und Einzeldateien.

Optische Fehler von Objektiven lassen sich mit der Software ebenfalls automatisch oder manuell ausgleichen. Diese Korrekturdaten werden in Profilen gespeichert. Bei Capture One ist im Gegensatz zu Lightroom jedoch deutlich erkennbar, dass der Hersteller auch digitale Rückteile für Mittelformatkameras anbietet. Die mitgelieferten Korrekturdateien für DSLR-Objektive sind rar und für Kompaktkameras fehlen sie völlig.

Die neue OpenCL-Implementierung soll außerdem die Verarbeitung der Bilder mit Hilfe der Grafikkarte beschleunigen. Eine vollständige Liste der neuen und verbesserten Funktionen hat der Hersteller online veröffentlicht.

Phase One Capture One Pro 7 für Mac OS X und Windows ist online erhältlich. Der Preis beträgt 229 Euro. Das Update von den Vorversionen kann für 69 Euro erworben werden. Kunden, die Capture One Pro 6 seit dem 26. September 2012 erworben haben, bietet Phase One einen Kulanzzeitraum, innerhalb dessen sie von der Upgradegebühr befreit sind. Eine kostenlose 60-Tage-Testversion wird zum Download angeboten.  (ad)


Verwandte Artikel:
Capture One Express 7: Rohdaten-Bildbearbeitung mit wenigen Profi-Funktionen   
(26.02.2013, https://glm.io/97823 )
Bildbearbeitung: Pixelmator 3.1 mit Spezialfunktionen auf dem Mac Pro   
(24.01.2014, https://glm.io/104134 )
Bildbearbeitung: Google gibt Nik Collection auf   
(31.05.2017, https://glm.io/128112 )
Bildbearbeitung: Google verschenkt teure Nik Collection   
(25.03.2016, https://glm.io/119987 )
Lightroom CC: GPU-Unterstützung und kein Abo-Zwang   
(22.04.2015, https://glm.io/113650 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/