Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/test-video-forza-horizon-raserei-mit-festivalatmosphaere-1210-95295.html    Veröffentlicht: 25.10.2012 14:44    Kurz-URL: https://glm.io/95295

Test-Video Forza Horizon

Raserei mit Festivalatmosphäre

Weniger Realismus sowie Inspirationen von Rennspielen wie Test Drive Unlimited und Burnout Paradise - Forza-Puristen waren skeptisch, als mit Horizon ein ungewöhnlicher Ableger der Forza-Reihe angekündigt wurde. Die Sorgen waren aber unbegründet.

Schauplatz von Forza Horizon ist das Horizon-Festival im US-Bundesstaat Colorado - ein Racing-Event mit zahlreichen Herausforderungen, Nebenschauplätzen und einem breiten Rahmenprogramm. Die Entwickler von Turn 10 und Playground haben dieses Festival stimmig in Szene gesetzt. Die von anderen ähnlichen Rennspielen bekannten großmäuligen Tuning-Experten und leicht bekleideten Damen gibt es auch hier, dazu kommen aber ein riesiges, größtenteils frei befahrbares und vielseitiges Gelände, Zeltplätze, Bühnen und viel Partypublikum.

Der Spieler steuert zu Beginn einen aufstrebenden Nachwuchsfahrer, der sich zunächst in seinem alten VW Corrado qualifizieren muss. Ist das geschafft, muss er sich nach und nach Bändchen erarbeiten und so immer neue Events freischalten, um schließlich gegen die ganz großen Konkurrenten anzutreten.

Auf einer Übersichtskarte wählt der Spieler jeweils das nächste Rennen aus. Dann fährt er zum Startplatz. Neben Rundstreckenkursen und Straßenrennen warten auch andere Modi auf den Fahrer - etwa Blitzer-Herausforderungen, bei denen möglichst hohe Geschwindigkeiten erreicht werden müssen, und illegale Straßenrennen abseits des Wettbewerbs. Bei Sponsoren- und Schaurennen fährt er mit einem Flugzeug oder Heißluftballon um die Wette.

Erfolge und spektakuläre Fahrmanöver erhöhen die Punkte und den Rang des Spielers. Regelmäßig ergattert der Spieler auch neue Fahrzeuge, die er individualisieren darf.

Fuhrpark und Fazit

Im Fuhrpark gibt es zahlreiche wunderschön anzusehende Supersportwagen: aktuelle, PS-starke Modelle von Ferrari oder Audi, aber auch ältere Rennschlitten wie den Ford Mustang. Richtige Klassiker sind in Scheunen in der frei befahrbaren Welt versteckt und mit etwas Arbeit in der Werkstatt wieder auf Vordermann zu bringen.

Das Fahrgefühl der Modelle unterscheidet sich signifikant. Auch wenn Forza Horizon um ein Vielfaches zugänglicher und einfacher zu handhaben ist als Forza 4: Das Grundgerüst der Forza-Engine ist weiter erkennbar, ohne Feingefühl beim Gasgeben und Bremsen enden enge Kurven und Manöver immer wieder abseits der Straße. Trotzdem stellen sich auch bei Einsteigern zumindest auf den unteren Schwierigkeitsgraden bald Erfolge ein - zumal die KI auch immer wieder etwas vorhersehbar ist und das gegnerische Fahrerfeld gerne im Pulk fährt.

Technisch ist Forza Horizon fabelhaft. Fahrzeuge und Strecken sind detailreich gestaltet, die Effekte leicht überzogen, der Tag- und Nachtwechsel stimmig umgesetzt. Auch die Soundkulisse ist hervorragend. Das gilt für die drei unterschiedlichen Radiosender, die Musikauswahl von Elektronik bis Rock und die kraftvollen Motorsounds. Den Entwicklern gelingt es vorbildlich, das virtuelle Colorado zum Leben zu erwecken - mit Landstraßen und Autobahnen, Gebirgspassagen oder Strecken am Wasser, Bussen und Lkws im Gegenverkehr. Selten hat sich eine Rennspielwelt so glaubwürdig angefühlt.

Forza Horizon ist ab dem 26. Oktober 2012 für Xbox 360 verfügbar und kostet rund 60 Euro. Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab 6 Jahren erhalten.

Fazit

Trotz kleinerer Kritikpunkte ist Forza Horizon ein herausragendes Rennspiel geworden. Die Rennspielwelt ist wunderschön und wartet mit zahlreichen abwechslungsreichen Herausforderungen, schicken Autos und einer zugänglichen, aber doch fordernden Bedienung auf. All das garantiert anhaltenden und nachhaltigen Rennspielspaß, der dem Ruf der Marke Forza nicht schadet, sondern ihn gar noch verbessert.  (tw)


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