Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/jugendschutz-altersverifikationssystem-von-giropay-mit-pin-und-tan-1210-95229.html    Veröffentlicht: 22.10.2012 17:29    Kurz-URL: https://glm.io/95229

Jugendschutz

Altersverifikationssystem von Giropay mit PIN und TAN

Giropay-ID ist von der Kommission für Jugendmedienschutz geprüft und für gut befunden worden. Damit kann das Verfahren, das 20 Millionen Bankkunden nutzen, auch als Altersverifikationssystem für Webangebote genutzt werden.

Giropay-ID ist ein Konzept für ein neues Online-Altersverifikationssystem, mit dem sich Anbieter die Volljährigkeit ihrer Kunden bestätigen lassen können. Wie der Betreiber des Banken-Online-Bezahlverfahrens am 22. Oktober 2012 bekanntgab, basiert Giropay-ID wie Onlinebanking auf PIN und Transaktionscodes (TAN).

Für das Altersverifikationssystem von Giropay ist ein für Onlinebanking angemeldetes Girokonto des Nutzers bei einer Bank oder Sparkasse erforderlich, die an dem Online-Bezahlverfahren teilnimmt. Giropay-Geschäftsführer Joerg Schwitalla erklärte: "Mit Giropay-ID werden wir ein gesetzeskonformes Online-Altersverifikationssystem auf den Markt bringen, das von mehr als 20 Millionen Privatkunden ohne zusätzliche Registrierung und grundsätzlich kostenlos genutzt werden kann."

Die technische Umsetzung von Giropay-ID solle in den kommenden Monaten erfolgen, so dass das neue System voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2013 verfügbar sein werde.

Das Konzept von Giropay-ID sehe vor, dass bei der Nutzung eines Angebots oder bei einem Online-Bezahlvorgang eine Anfrage an den Anbieter weitergeleitet werde, ob "der jeweilige Nutzer ausweislich der bei Kontoeröffnung erfolgten Identitätsprüfung volljährig ist", so die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). "Der Nutzer muss seine persönlichen Zugangsdaten zum Online-Banking eingeben und die Transaktion des Altersmerkmals zusätzlich durch Eingabe einer zur einmaligen Verwendung generierten smartTAN/mobileTAN oder durch Einsatz seiner Signaturkarte autorisieren", erläutert die Kommission. Für die Eingabe der Zugangsdaten werde der Nutzer bereits an Giropay weitergeleitet.

Zudem müssten Webseitenbetreiber die üblichen zusätzlichen Sicherungspflichten wie Backdoorschutz, Verbindungstrennung nach Leerlauf und zeitliche Begrenzung einer Sitzung beachten. Die KJM, die bisher insgesamt 27 Altersverifikationssysteme positiv bewertete, prüft, ob die Konzepte die gesetzlichen Anforderungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags zur Altersprüfung erfüllen.  (asa)


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