Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/color-labs-apple-will-foto-sharing-app-kaufen-1210-95156.html    Veröffentlicht: 18.10.2012 11:04    Kurz-URL: https://glm.io/95156

Color Labs

Apple will Foto-Sharing-App kaufen

Apple soll einen hohen zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag für Color Labs ausgeben. Deren Apps ermöglichen es, Bilder, Videos und Text mit Menschen am selben Ort zu teilen. Vom Firmenchef Bill Nguyen hatte Apple bereits Lala gekauft.

Apple soll Color Labs übernommen haben. Das berichtet das Onlinemagazin The Next Web unter Berufung auf verlässliche Quellen. Color Labs ist ein Startup aus dem kalifornischen Palo Alto, das Foto- und Videosharing-Apps anbietet. Ein bekanntes Produkt ist Color for Facebook.

Laut The Next Web soll Apple einen hohen zweistelligen Millionenbetrag zahlen. Der Vertrag soll unterschriftsreif, aber noch nicht unterzeichnet sein. Finanziert wurde Color Labs von Geldgebern wie Bain Capital und Sequoia Capital, die rund 41 Millionen US-Dollar in das Startup investiert haben.

Firmengründer Bill Nguyen soll wegen Streitigkeiten mit dem Aufsichtsrat seit drei Monaten nicht mehr am Firmensitz gewesen sein. Nguyen soll seit längerem versuchen, das Unternehmen zu verkaufen und mit Apples Senior Vice President für Internet Software and Services, Eddy Cue, verhandelt haben. Apple hatte im Jahr 2009 für 80 Millionen US-Dollar den Musikstreamingdienst Lala von Nguyen gekauft und Ende April 2010 die Schließung angekündigt.

Color ermöglicht es, Bilder, Videos und Text mit Personen am selben Ort zu teilen. Es ist eine Art soziales Netzwerk ohne Freundschaftsanfragen, Login oder Passwort. Wird die Applikation auf dem iPhone oder Android-Smartphone gestartet, stehen die Bilder der Color-Nutzer zur Verfügung, die sich gerade in der Nähe aufhalten.

Color soll Menschen verbinden, die noch nicht über Facebook befreundet sind, aber beispielsweise in derselben Bar sitzen oder auf demselben Konzert sind.

Um herauszufinden, welche Personen sich am gleichen Ort aufhalten, nutze Color 20 bis 40 Messwerte, erklärte Nguyen. Dazu zählten neben GPS und Kompass auch das Umgebungslicht und kurze Aufnahmen der Hintergrundgeräusche. Die Aufnahmen werden in Echtzeit getauscht und tauchen umgehend auf dem Smartphone des Nutzers auf.  (asa)


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