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Handy und Fernseher beim Online-Banking auf dem Vormarsch

35 Millionen europäische Online-Bankkunden bis 2005

Nach einer Studie der Unternehmensberatung Mummert und Partner werden bis zum Jahr 2005 rund 35 Millionen Europäer ihre Bankgeschäfte über Computer, Handy oder interaktives Fernsehen abwickeln. Dabei greifen sie immer häufiger zum Handy: 21,5 Millionen Mobile-Banker gibt es bis 2005 in Europa, so der britische Marktanalyst Datamonitor.

Der Bankkunde der Zukunft ist allerdings kein reiner Online-Nutzer, sondern ein Multi-Channel-User, der seine Bankgeschäfte auch am Telefon und am klassischen Bankschalter abwickeln möchte. Schon heute nutzen 60 Prozent der Bankkunden sowohl Online-Banking als auch die klassische Bankfiliale, ermittelte die Mummert und Partner Unternehmensberatung.

Davon profitieren die deutschen Banken, die bis zu 15 Prozent ihres Geschäftsvolumens bis 2005 im Bereich Online-Banking erwirtschaften sollen.

Der Anteil der Mobile-Banking-Kunden steigt dabei rapide an. Etwa jeder zehnte europäische Bankkunde soll bis 2005 zum Handy greifen. Darüber hinaus werden 7,7 Millionen Europäer bis zum Jahr 2005 über interaktives Fernsehen ihre Bankgeschäfte abwickeln, wovon für Deutschland 1,2 Millionen TV-Bankkunden abfallen, so Datamonitor.

Das Online-Banking eröffnet den Kreditinstituten vor allem beim Personal enorme Einsparmöglichkeiten. Aber auch die Prozesskosten, die bei der rein technischen Abwicklung einer Standardtransaktion über Online-Kanäle anfallen - sei es nun über Computer, Handy oder Fernsehen - sind bis zu zehnmal günstiger als bei der Filiale, ermittelte Mummert.  (ad)


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