Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/clover-trail-treiberprobleme-sollen-atom-tablets-fuer-windows-8-verzoegern-1210-94912.html    Veröffentlicht: 04.10.2012 16:18    Kurz-URL: https://glm.io/94912

Clover Trail

Atom-Tablets sollen lange laufen und pünktlich erscheinen

Gerüchte über einen verzögerten Start der ersten Tablets mit dem Atom Z2760 und Windows 8 hat Intel dementiert. Die Zusammenarbeit mit Microsoft soll besser als berichtet klappen, und auch die Laufzeiten der Geräte könnten besser als erwartet ausfallen.

Intel ist nach wie vor zuversichtlich, dass Clover-Trail-Tablets pünktlich zum Marktstart von Windows 8 erscheinen, wie ein Sprecher des Unternehmens Golem.de sagte. Grund sei die gute Kooperation mit dem Betriebssystemhersteller: "Die Zusammenarbeit mit Microsoft war bisher toll, und wir haben sowohl bei der Entwicklung, dem Testen und der Validierung kooperiert. So konnten wir sicherstellen, dass wir alle Anforderungen von Windows 8 erfüllen."

Zur Laufzeit von Tablets mit den neuen Atom-CPUs, die von manchen Beobachtern als recht kurz eingeschätzt wird, sagte Intel: "Die Laufzeit wird sowohl bei Gebrauch als auch im Standby enorm sein". Genaue Angaben machte Intel nicht, das hängt aber auch von der Ausstattung der Geräte ab, zum Beispiel der Helligkeit des Displays und der Größe des Akkus.

Intels klaren Versprechungen war ein Bericht von Bloomberg vorangegangen, demzufolge die Stromsparmechanismen des Atom Z2760 (Clover Trail) noch nicht mit Windows 8 harmonieren. Daher habe Microsoft noch kein einziges Tablet mit diesem SoC für das neue Betriebssystem zertifiziert.

Auch der Marktstart der Geräte soll sich dadurch verzögern, bisher wurde davon ausgegangen, dass die x86-Tablets mit Windows 8 ab dem 26. Oktober 2012 erhältlich sind. Das ist der Termin der allgemeinen Verfügbarkeit des neuen Windows, ab dem auch PC-Hersteller ihre Geräte mit dem neuen Betriebssystem ausliefern dürfen.

Für Intel ist ein Erfolg der Tablets mit dem Atom Z2760 besonders wichtig, weil das Unternehmen so beweisen will, dass auch lange laufende und leichte Tablets mit einer x86-CPU möglich sind. Im Gegensatz zu den Geräten mit ARM-SoCs, die unter der Version Windows RT arbeiten, würde für x86-Tablets das gesamte Softwareangebot von früheren Windows-Versionen zur Verfügung stehen.  (nie)


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