Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/borderlands-2-beschwerden-ueber-zu-wenig-gewaltinhalte-1209-94807.html    Veröffentlicht: 28.09.2012 11:27    Kurz-URL: https://glm.io/94807

Borderlands 2

Beschwerden über zu wenig Gewaltinhalte

Borderlands 2 enthält weniger Splatter- und Gore-Effekte als der ungeschnittene Vorgänger. Zum Missfallen vieler Spieler, die sich in einem langen Thread beim Entwicklerstudio Gearbox beschweren. Jetzt hat sich Firmenchef Randy Pitchford geäußert.

Rund 110 Seiten lang ist mittlerweile ein Thread im offiziellen Forum von Borderlands 2 auf der Webseite des Entwicklerstudios Gearbox Software, in dem sich die Community mit der Darstellung von Gewaltinhalten in dem Egoshooter beschäftigt. Tenor: Vielen der Spieler fehlt die Möglichkeit, den virtuellen Feinden die Köpfe vom Körper wegzuschießen oder Gliedmaßen zu verstümmeln. "Es ist die Tatsache, dass ich einen Kerl erschießen kann und dabei riesige Blutfontänen sehe, es aber trotzdem null Verstümmelungen gibt", hat etwa ein Spieler mit dem Pseudonym MavericK96 kommentiert. "Es zerstört das Eintauchen in die Spielwelt und ist ehrlich gesagt auch schlicht seltsam. Ich muss glauben, dass es ein Bug ist."

Das hat Randy Pitchford, Chef von Gearbox, inzwischen in einer Diskussion auf den Webseiten des US-Spielemagazins Kotaku.com zurückgewiesen. "Kein Fehler. Wir bieten Spaß und Feedback durch andere Belohnungssysteme", sagt er dort. Allerdings verweist er indirekt auf die laufenden Diskussionen im Forum seiner Firma und deutet an, dass es eventuell einen Patch geben könnte - was allerdings ohne die Zustimmung des Publishers 2K Games kaum möglich sein dürfte.

Das 2009 veröffentlichte erste Borderlands enthielt in der US-Version noch teils deftige Splattereffekte - hierzulande erschien eine stark geschnittene Version. Die Originalfassung steht wegen ihrer Gewaltinhalte auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM).

Bei Borderlands 2 hat 2K Games hingegen überall auf der Welt die inhaltlich gleiche Version veröffentlicht. Sie enthält in den Gameplay-Optionen auf allen Plattformen zwar einen Menüpunkt "Blut zensieren", der laut Beschreibung die "Darstellung von Blut, Eingeweiden und Verstümmelungen" ein- oder ausschaltet. Im Spiel hat das aber lediglich Auswirkungen auf die Menge von Pixelblut, das etwa bei einem Kopfschuss per Scharfschützengewehr sichtbar ist. Das Abtrennen von Körperteilen ist jedoch selbst mit schwerstem Kampfgerät nicht möglich. Die deutsche Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat dem Programm eine Freigabe "ab 18 Jahre" gegeben.  (ps)


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