Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bespin-skywriter-ace-editor-1-0-veroeffentlicht-1209-94624.html    Veröffentlicht: 18.09.2012 10:17    Kurz-URL: https://glm.io/94624

Bespin/Skywriter

Ace Editor 1.0 veröffentlicht

Der unter anderem von Ajax.org und Mozilla entwickelte Code-Editor Ace ist in der Version 1.0 erschienen. Er läuft vollständig im Browser und wird unter anderem bei Github und Google eingesetzt.

Mozilla hat sein eigenes Editorprojekt Skywriter alias Bespin zugunsten von Ace aufgegeben und sich an dem von Cloud9 gestarteten Projekt aufgrund von dessen hoher Qualität und Geschwindigkeit beteiligt. Nun liegt Ace in der Version 1.0 vor.

Die weitreichendste Neuerung von Ace 1.0 ist der Wechsel der Lizenz. Statt unter den von Mozilla üblicherweise verwendeten drei Lizenzen steht Ace nun unter der neuen BSD-Lizenz und kann somit ohne große Bedingungen in beliebigen Projekten eingesetzt werden.

Für Nutzer bietet der in Javascript geschriebene und komplett im Browser laufende Editor Ace viele Standardfunktionen, die von einem Editor zu erwarten sind. Dazu zählt die Unterstützung beliebiger Tastenkürzel, wobei von Haus aus die Kürzel von Vi und Emacs unterstützt werden. Hinzu kommen Code-Folding, Syntax-Highlighting für 45 Sprachen und automatische Einrückungen sowie der Import von Textmate- und Sublime-Themes. Auch mit mehreren Cursorn kann Ace umgehen und der Editor hebt zusammengehörende Klammern hervor. Und natürlich wird Suchen und Ersetzen mit regulären Ausdrücken unterstützt und Zeilen automatisch umgebrochen.

Die Ace-Entwickler versprechen zudem eine hohe Geschwindigkeit und Skalierbarkeit: Ace soll mit 400 Codezeilen ebenso schnell sein wie mit 4 Millionen. Optional steht eine Kommandozeile bereit und es kann zwischen Softtabs innerhalb eines Browserfensters und herkömmlichen Browsertabs umgeschaltet werden. Der eingegebene Code kann zudem direkt überprüft werden.

Ace lässt sich recht einfach in bestehende Webprojekte integrieren und wird unter anderem bei Github und Google eingesetzt. Wie das funktioniert, ist auf der neuen Ace-Website erklärt. Dank eines integrierten Mini-HTTP-Servers kann Ace auch direkt auf einem Client genutzt werden. Das funktioniert alternativ auch mit Node.js.  (ji)


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