Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/virtualisierung-virtualbox-4-2-veroeffentlicht-1209-94548.html    Veröffentlicht: 13.09.2012 17:54    Kurz-URL: https://glm.io/94548

Virtualisierung

Virtualbox 4.2 veröffentlicht

Oracle hat die finale der virtuellen Maschine Virtualbox 4.2 veröffentlicht. Die Unterstützung von Gastsystemen mit Windows 8 wurde verbessert. Linux-Gastsysteme unterstützen Drag-and-Drop mit dem Hostsystem.

Die finale Version von Virtualbox 4.2 ist veröffentlicht worden. In erster Linie wurde die Virtualisierungslösung für die Verwendung von Gastsystemen mit Windows 8 verbessert. Vor allem an der Unterstützung der 3D-Ansicht von Microsofts neuem Betriebssystem wurde gearbeitet. Außerdem lassen sich installierte virtuelle Maschinen gruppieren.

In Virtualbox 4.2 können Inhalte per Drag-and-Drop zwischen installierten Linux-Gästen und dem Basissystem ausgetauscht werden. Die Erweiterung wurde in den sogenannten Guest Additions für Linux integriert, die noch als experimentell bezeichnete Funktion kann in den Optionen der virtuellen Maschine aktiviert werden. Das klappte in einem ersten Test von einem Ubuntu-Host zu einem Ubuntu-Gast, jedoch nicht umgekehrt.

Mehr Netzwerk

Wird der virtuelle Chipsatz IHC9 ausgewählt, können bis zu 36 Netzwerkkarten genutzt werden. Auch eine Bandbreitenbegrenzung des Datenverkehrs über das Netzwerk lässt sich in Virtualbox 4.2 aktivieren. So sollen sich komplexere Netzwerkumgebungen in einer virtuellen Umgebung testen lassen.

Einige der Optionen für Gastsysteme lassen sich im laufenden Betrieb ändern. Virtuelle Netzwerkkarten können als VLANs definiert und in entsprechenden Umgebungen eingesetzt werden. Unter Linux, Mac OS X und Solaris lassen sich virtuelle Maschinen beim Booten des Hosts automatisch starten.

Image-Formate für Qemu

Virtualbox 4.2 unterstützt die mit Qemu verwendeten virtuellen Images QED und QCOW, wobei Letzteres in Version 2 als nur lesend genutzt werden kann. VHDX-Images können wahlweise als nur lesend eingebunden werden. Ungenutzte Blöcke in VD-Imagedateien können über dem Trim-Befehl im SATA- oder IDE-Modus ausgeschaltet werden. In SCSI-Images kann dafür der Unmap-Befehl genutzt werden. Über Nested Paging wurde die Geschwindigkeit der Context-Switches auf Intel-Prozessoren optimiert, was die Leistung der virtuellen Maschinen auf solchen CPUs verbessern soll.

Außerdem sollen weitere Verbesserungen eingepflegt worden sein, etwa das Erstellen von Screenshots einer virtuellen Maschine. Virtuelle Maschinen können künftig auch über den Manager neu gestartet oder heruntergefahren werden.

Virtualbox 4.2 unterstützt neben Windows 8 auch Mac OS X 10.8 alias Mountain Lion and Oracle Linux 6.3. Die aktuelle Version kann über die FTP-Server des Projekts heruntergeladen werden.  (jt)


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