Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/4g-iphone-5-kann-lte-nur-bei-telekom-und-bald-bei-e-plus-1209-94544.html    Veröffentlicht: 13.09.2012 17:49    Kurz-URL: https://glm.io/94544

4G

iPhone 5 kann LTE nur bei Telekom und (bald) bei E-Plus

Das neue iPhone wird LTE nicht im Netz von Vodafone Deutschland und bei Telefonica O2 nutzen können. Das geht nur bei der Deutschen Telekom und - irgendwann - bei E-Plus.

Das neue iPhone 5 ist mit einem LTE-Modul (850, 1.800 und 2.100 MHz) ausgestattet, unterstützt HSDPA+ und DC-HSDPA sowie wie bisher UMTS (42,2 MBit/s) und GSM. Damit kann es in Deutschland, wo die LTE-Netze in den Frequenzbereichen 800, 1.800 und 2.600 MHz arbeiten, Mobilfunk der vierten Generation nur im Netz der Deutschen Telekom und künftig bei E-Plus nutzen.

Telekom-Sprecher Frank Domagala erklärte: "Bis Ende 2012 werden wir die rund 100 größten Städte mit der schnellen Funktechnologie ausstatten. Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Kunden als einziges Unternehmen in Deutschland das iPhone mit dieser Geschwindigkeit anbieten können, und das, obwohl wir kein exklusives Vermarktungsrecht mehr haben."

E-Plus-Sprecher Klaus Schulze-Löwenberg sagte Golem.de: "E-Plus testet LTE im Frequenzbereich 1.800 MHz und wir werden es auch einsetzen, wenn wir starten." Einen Zeitpunkt für den Start des LTE-Netzes wollte Schulze-Löwenberg jedoch nicht nennen. "Es wird sicherlich nicht mehr Jahre dauern", sagte er lediglich.

Anja Weinert vom Deutschen Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT) kritisierte: "Dies ist aus Nutzersicht ein weiterer Baustein im komplizierten Tarifdschungel, denn jetzt muss auch noch überlegt werden, welches Netz an welchem Ort mit welchem Endgerät benutzt werden muss, um von der neuen Technik profitieren zu können. Da helfen auch nicht die vollmundigen Versprechungen der Politik, die LTE als Allheilbringer für die Schließung von 'weißen Flecken' im Breitbandausbau propagiert, wenn ganze jetzt neu versorgte Bevölkerungsteile durch den Einsatz von bestimmten Endgeräten von der Nutzung ausgeschlossen werden." Der DVPT forderte von Industrie und Politik, hierfür zukünftig einheitliche Übertragungsstandards, auch international, zu schaffen.  (asa)


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