Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/cpu-prototyp-intels-haswell-braucht-fuer-heaven-benchmark-8-watt-1209-94486.html    Veröffentlicht: 11.09.2012 19:53    Kurz-URL: https://glm.io/94486

CPU-Prototyp

Intels Haswell braucht für Heaven-Benchmark 8 Watt

Nicht 10 wie versprochen, sondern nur 8 Watt Leistung hat Intels nächste Architektur Haswell bei einer Demo in San Francisco aufgenommen. Dieser Wert wurde beim anspruchsvollen Grafikbenchmark Heaven erreicht.

In seiner sonst an Neuheiten armen Keynote-Ansprache zur Eröffnung des IDF hat Intel-Vize David Perlmutter eine Entwicklungsplattform mit der Ultrabook-Variante von Haswell vorgeführt. Die soll eine TDP von 10 Watt aufweisen, wie Intel schon vor der Veranstaltung bestätigte.

Dass es auch bei hoher Grafiklast mit noch weniger Energie geht, zeigte Perlmutter mit dem Grafikbenchmark Heaven von Unigine. Ein Ivy Bridge nahm dabei rund 17 Watt auf, Haswell zwischen 7 und 8 Watt. Das ist vor allem deswegen beeindruckend, weil beide Designs in derselben Strukturbreite von 22 Nanometern gefertigt werden. Intel muss hier sowohl die Architektur als auch den Herstellungsprozess optimiert haben.

Die für Grafiktests sonst interessanteste Funktion von Heaven, die Tessellation, hatte Intel für seine Vorführung auf beiden Systemen aber abgeschaltet. Das ist, anders als bei der ersten DirectX-11-Demo des Unternehmens, diesmal keine Mogelei, weil der ausgeblendete Knopf "Tessellation" im Programm stets angezeigt wird. Heaven lief zudem im Demo-, nicht im Benchmark-Modus, der Framecounter war ausgeschaltet, Rückschlüsse auf die Performance waren also nicht möglich.

Perlmutter gab ob der Vorführung das vor zwei Jahren gesetzte Ziel als erreicht an: Gegenüber Sandy Bridge soll Haswell in Ruhe nur ein Zwanzigstel der Leistung aufnehmen. Das wird für längere Laufzeiten bei Notebooks sorgen, die nach den neuen Ultrabook-Vorschriften für Haswell-Geräte nun 9 Stunden Idle durchhalten sollen. Es ist aber zu befürchten, dass einige Hersteller nun an den Akkus sparen und den Anwendern so zugunsten von geringeren Preisen oder weniger Gewicht nicht die maximal machbaren Laufzeiten gönnen.

Nachtrag vom 13. September 2012, 4:35 Uhr

Wie Intel Golem.de sagte, war der Wert von 17.000 Watt für Ivy Bridge nur als Bezugspunkt gedacht und keine live vorgenommene Messung. Die Hintergründe finden sich in einer aktuellen Meldung.  (nie)


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