Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/hands-on-archos-101-xs-schickes-android-tablet-mit-magnettastatur-1209-94300.html    Veröffentlicht: 03.09.2012 16:27    Kurz-URL: https://glm.io/94300

Hands on Archos 101 XS

Schickes Android-Tablet mit Magnettastatur

Golem.de konnte Archos' neues Android-Tablet mit dem sogenannten Coverboard ausprobieren. Das Coverboard ist nicht nur Displayschutz, sondern auch eine Tastatur. Die Kombination gefällt uns gut, besteht aber den Kühlschranklichttest nicht.

Archos hat uns auf der Ifa ein 10-Zoll-Tablet (101 XS, 1.280 x 800 Pixel) gezeigt, das verglichen mit früheren Android-Tablets ausgesprochen hochwertig wirkt. Es besteht nämlich nicht nur aus Plastik, sondern nutzt auch Metall und kann mit einer Tastatur zusammengeklappt werden. Die innere Ausstattung entspricht dem Standard: Ein Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz (OMAP4470) sowie 16 GByte Flashspeicher und 1 GByte Arbeitsspeicher befinden sich im Archos XS. Das Tablet kann zudem Micro-SDXC-Karten aufnehmen. Der Clou ist aber das sogenannte Coverboard, das etwa 200 Gramm wiegen soll und die Tastatur beinhaltet.

Die Tastatur wird über einen mehrstufigen Magnetmechanismus am Tablet befestigt. Zuerst wird hinten ein Standfuß herausgehoben, der dann die hintere Metallfläche anzieht. Die Basis selbst hat auch zwei Magneten. Damit wird sichergestellt, dass das Tablet in die richtige Position rutscht.

Das funktioniert ziemlich gut und ist weniger fummelig als bei den Tablets, die ein mechanisches Tastaturdock haben. Nachteilig an Archos' Mechanismus ist allerdings, dass damit der Winkel des Tablets zur Tastatur nicht eingestellt werden kann. Da das Tablet spiegelt, kann das mitunter unangenehm sein. Außerdem wirkt der Standfuß im Unterschied zum restlichen Tablet nicht so stabil.

Die Haltemagneten sind insgesamt aber ziemlich fest. Der Nutzer kann das Paket aus Tastatur und Tablet am Tablet selbst hochnehmen und auch daran rütteln. Uns ist die Tastatur dabei nicht abgefallen. Bei normaler Nutzung fällt das Tablet nicht einfach aus der Halterung. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich: Acers altes Iconia Tab W500 fiel in unserem Test damals durchaus auseinander.

Archos' Kühlschranklicht geht nicht aus

Was der Nutzer von Archos' Tablet aber lassen sollte, ist, das Tablet an der Tastatur hochzunehmen und dann hängend zu transportieren. Das schaffen die Magneten nicht. Für den Transport wird die Tastatur einfach eingeklappt und dann auf das Tablet gelegt. Dabei ist die Ausrichtung egal. Das Ganze ist dank der Magneten sehr stabil und verhindert Kratzer am Display. Auf eine Tasche kann der Nutzer dann verzichten. Allerdings ist die Metalloberfläche etwas kratzanfällig. Aus ästhetischen Gründen empfiehlt sich eine Tasche dennoch.

Wer das Tablet zusammenklappt, sollte aber darauf achten, dass es auch abgeschaltet ist. Im Unterschied zum iPad wird das Tablet nicht automatisch abgeschaltet, wie wir verwundert feststellten, als wir den Kühlschranktest durchführten. Wer das Tablet beispielsweise bei Nutzung einer Anwendung, die den Displaytimer deaktiviert, zusammenklappt, wird irgendwann einen leeren Akku haben.

Die Tastatur selbst hat uns nicht so gut gefallen, denn sie ist sehr klein. Die rechte Shift-Taste liegt rechts neben einer Cursor-Taste, was gewöhnungsbedürftig ist. Zudem konnten wir nicht auf Anhieb fehlerfrei schreiben, weil die Abstände zwischen den Tasten geringer als bei einer normalen Tastatur sind. Hier dürfte einige Trainingszeit nötig sein, bevor der Nutzer gut tippen kann. Dafür bietet die Tastatur aber praktischerweise diverse Android-Spezialtasten zur Steuerung des Betriebssystems.

Vorläufiges Fazit

Insgesamt gefällt uns Archos' Tablet ziemlich gut. Mit einem Gewicht von 600 Gramm und einer Gehäusedicke von 8 mm ist das Gerät gut transportabel und auch stabil. Die 5 mm mehr für das Keyboard stören kaum, so dass der Nutzer eigentlich immer beides mitnehmen kann. Andere Tastaturdocks sind sperriger in der Tasche und auch in der Handhabung.

Archos setzt derzeit Ende September 2012 als Liefertermin an. Der Preis wird bei rund 380 Euro liegen. Eine 3G-Option gibt es leider nicht. Der alte 3G-Stick der Vorgängerversion soll aber noch funktionieren. Das dürfte dann aber nicht zu dem edlen Design passen.

Ausgeliefert wird das Archos XS voraussichtlich mit Android 4.0.4. Zumindest war diese Version bei dem auf der Ifa demonstrierten Exemplar installiert. Ein Jelly-Bean-Update hat die Firma auf der Ifa aber schon versprochen. Es soll noch im Herbst erscheinen.  (ase)


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