Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deep-silver-sacred-3-und-die-kraft-der-sonne-1208-94262.html    Veröffentlicht: 31.08.2012 17:00    Kurz-URL: https://glm.io/94262

Deep Silver

Sacred 3 und die Kraft der Sonne

Auf Basis von Ascarons altehrwürdigem Hack-and-Slay arbeitet Deep Silver nicht an einer, sondern sogar an zwei Fortsetzungen. In Sacred 3 können Spieler unter anderem mit einer heiligen Kriegerin antreten, die auf solare Zauber setzt.

Eine Art Aufwärmtraining - das ist es, was Sacred Citadel vor der eigentlichen Fortsetzung Sacred 3 sein soll. Noch nicht das ganz große Abenteuer, sondern ein unkompliziertes Gekloppe als Schamane, Ranger oder Krieger, wahlweise allein oder mit zwei Kumpels im Koop-Modus. In bunter Comicgrafik geht es in Citadel von links nach rechts, und das in einer Kampagne mit gut 20 Stunden Umfang - bereits im August 2012 waren erste Details über das Vorspiel bekannt geworden.

Der Hauptkampf beginnt erst später: in Sacred 3. Das ist rund 900 Jahre nach dem ersten Sacred und rund 100 Jahre nach Citadel angesiedelt. Bei der Präsentation einer frühen Version hat Publisher Deep Silver zwei spielbare Klassen vorgestellt. Einen Ancarian, der eine Art schurkischer Speerkämpfer ist und allerlei eher fiese Tricks drauf hat. Und eine Zauberin vom Volk der Safiri, die irgendwie Zugriff auf die Macht der Sonne hat, und Feinde beispielsweise mit einem ganzen Meer aus Flammen angreift.

Räumliche Tiefe

Sacred 3 spielt wie die Vorgänger in der Von-Oben-Perspektive. In Zwischensequenzen wird das Bild aus einer Seitwärtskamera gezeigt, was grafisch ziemlich schick aussieht. Auch sonst macht das Programm, das beim Frankfurter Entwicklerstudio Keen Games auf Basis einer eigenen Engine entsteht, ordentlich was her. Insbesondere die räumliche Tiefe, wenn der Held etwa auf dünnen Brettern über riesigen Schächten oder Tälern läuft, wirkt teils deutlich imposanter als beispielsweise in Diablo 3.

Einige der Orte in Sacred 3 sind bereits aus dem ersten Serienteil bekannt. Sie tauchen nicht einfach so auf, sondern sind nach Angaben der Entwickler ein Teil der Handlung - etwa, wenn der Spieler sie erneut besuchen muss, weil sie in den Erzählungen inzwischen zum mythischen Ort geworden sind, sich in den gut tausend Jahren aber dennoch ganz schön verändert haben. Neben einigen schönen Oberwelt-Umgebungen in einem Dschungel und einer Wüstenstadt hat Keen Games auch schick-düstere Höhlen- und Kellerverliese gezeigt, in denen der Spieler gegen das Böse kämpft.

Koop mit bis zu vier kombinierbaren Helden

Spieler können auch in Sacred 3 wahlweise alleine oder mit bis zu vier anderen Spielern im Koop-Modus antreten; Einzelspieler dürfen sich stellenweise von KI-Begleitern helfen lassen. Wer im Team antritt, soll die Zauber- oder Spezialkräfte verbinden können, um die böse Brut besonders effektiv in die Hölle zu schicken. Beispielweise kann der eine Spieler einen Oberboss zurückstoßen und auf den Boden werfen, während der andere dann die Möglichkeit hat, auf ihn zu springen und ihm den Rest zu geben.

Wenn es einmal richtig hart zur Sache geht, gibt es außerdem für jede Klasse eine besondere Superkraft. Die steht allerdings nur dann zur Verfügung, wenn sich ein Logo am rechten oberen Bildschirmrand durch ausreichend ausgeteilten Schaden aufgeladen hat.

Details zu den Plattformen hat Deep Silver noch nicht bekannt gegeben - wir rechnen fest mit einer Veröffentlichung auf Playstation 3, Xbox 360 und Windows PC. Sacred 3 soll nach Citadel erscheinen, also auch erst im Laufe des kommenden Jahres.  (ps)


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