Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/hands-on-samsung-galaxy-note-2-groesseres-display-schneller-und-besserer-stift-1208-94199.html    Veröffentlicht: 30.08.2012 01:46    Kurz-URL: https://glm.io/94199

Hands on Samsung Galaxy Note 2

Schneller mit größerem Display und besserem Stift

Samsung hat wie erwartet anlässlich der Ifa das Galaxy Note 2 vorgestellt. Der Nachfolger des Galaxy Note der ersten Generation läuft bereits mit Android 4.1 alias Jelly Bean, hat einen schnelleren Prozessor, ein größeres Display und eine verbesserte Stiftbedienung erhalten.

Samsung hat das Galaxy Note 2 auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin vorgestellt. Es hat einen 5,55 Zoll großen Super-Amoled-Touchscreen - im Vorgänger lag die Displaydiagonale bei 5,3 Zoll. Die Auflösung hat sich beim Neuling minimal von 1.280 x 800 Pixel auf 1.280 x 720 Pixel verringert. Weil er etwas schmaler geworden ist, liegt er etwas besser in der Hand als der Vorgänger. Das neue Modell misst 151,1 x 80,5 x 9,4 mm und wiegt 180 Gramm. Es hat also ein ähnliches Gewicht wie die erste Generation, wirkt also trotz der Größe nicht schwer.

Die Stiftbedienung wurde für das Galaxy Note 2 erweitert und übernimmt die Funktionen aus dem großen Galaxy Note 10.1. Der erweiterte S Pen soll präziser arbeiten und arbeitet druckempfindlich. Es handelt sich dabei um einen Digitizer-Stift von Wacom. Ab einer Entfernung von 14 mm vom Display kann er zur Bedienung verwendet werden.

Verbesserte Stiftbedienung

Sobald der Stift aus seinem Schacht gezogen wird, startet automatisch eine passende Stiftanwendung, so dass der Nutzer gleich mit dem Schreiben von Notizen anfangen kann. Etwa bei einem Telefonat wird automatisch die Notizanwendung Pop up Note geöffnet, damit der Anwender gleich drauflos schreiben kann. Wird der Stift wieder in seinen Steckplatz getan, werden die Stiftanwendungen automatisch beendet und zum Android-Startbildschirm gewechselt.

Mit den Knöpfen am Stift kann in einigen Stiftanwendungen bequem die Zeichenfarbe verändert werden, während in anderen das Werkzeug umgeschaltet werden kann, um etwa vom Stift zum Radiergummi zu wechseln. Mit der Funktion Easy Clip kann ein Bildausschnitt in etlichen Anwendungen freihändig gewählt werden. Dazu muss beim Zeichnen einer der beiden Knöpfe gedrückt gehalten werden, was schon einige Übung erfordert. Das ausgeschnittene Motiv landet dann in der Zwischenablage und kann in andere Anwendungen importiert werden.

Als neue Funktion hat Samsung Air View integriert. Wenn der Stift in geringem Abstand zum Display gehalten wird, erscheinen Vorschauinformationen. So zeigt der E-Mail-Client den Anriss des E-Mail-Textes, in der Bildergalerie erscheint eine Bildervorschau und im Videoplayer genügt es, den Stift über die Timeline zu führen, um eine Vorschau der entsprechenden Szenen zu zeigen.

Galaxy Note 2 mit LTE, 2 GByte RAM und Android 4.1

In der Fotoanwendung lassen sich auf der digitalen Fotorückseite handschriftliche Notizen anlegen. So kann etwa vermerkt werden, zu welchem Anlass ein Foto aufgenommen wurde. Hier will Samsung das analoge Verhalten in die digitale Welt überführen. Mit dem Kalender S Planer wird versucht, einen herkömmlichen Papierkalender zu imitieren. Handschriftlich können Einträge über mehrere Tage gemacht werden. Dabei machte sich beim ersten Ausprobieren negativ bemerkbar, dass nur wenig Platz zum Schreiben blieb.

Das Galaxy Note 2 lässt sich zudem mit Stiftgesten steuern. Damit wird allgemein die Gerätebedienung vereinfacht. Der Stift kann generell auch zur Bedienung und nicht nur zum Anlegen von Notizen verwendet werden. Für Entwickler gibt es das S Pen SDK in der Version 2.2, damit Programmentwickler ihre Anwendungen an die Stiftbedienung anpassen können.

Im Galaxy Note 2 steckt ein nicht näher spezifizierter Quad-Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1,6 GHz und es stehen üppige 2 GByte RAM zur Verfügung. Beides sorgt für eine sehr flüssige Bedienung, beim Ausprobieren reagierte das Smartphone sehr schnell. Samsung will das Galaxy Note 2 in Speicherausführungen mit 16, 32 und 64 GByte anbieten. Alle Modelle haben zudem einen Steckplatz für Micro-SD-Karten, die bis zu 64 GByte groß sein dürfen.

Galaxy Note 2 mit LTE

Wie der Vorgänger hat das Galaxy Note 2 eine 8-Megapixel-Kamera mit LED-Fotolicht auf der Geräterückseite. Auf der Vorderseite gibt es für Videotelefonate eine 1,9-Megapixel-Kamera. Das Mobiltelefon unterstützt LTE, HSDPA mit bis zu 21 MBit/s, UMTS, GSM, GPRS und EDGE. Als weitere Drahtlostechniken stehen Dual-Band-WLAN nach 802.11a/b/g/n sowie Bluetooth 4.0 bereit. Zudem besitzt das Smartphone einen GPS- und Glonass-Empfänger, eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse und einen NFC-Chip.

Android 4.1 vorinstalliert

Das aktuelle Android 4.1 alias Jelly Bean läuft auf dem Galaxy Note 2. Statt der normalen Android-Bedienung gibt es Samsungs Touchwiz-Oberfläche, und auch die hauseigene Chaton-Anwendung ist vorinstalliert. Mit der Funktion Pop up Web können Webseiten aufgerufen werden, ohne dass eine andere Anwendung verlassen werden muss, um etwa mal kurz etwas nachzuschlagen. Zur Akkulaufzeit macht Samsung noch keine Angaben.

Ein Jahr nach der Markteinführung des Galaxy Note der ersten Generation will Samsung pünktlich auch das Galaxy Note 2 im Oktober 2012 auf den Markt bringen. Der Vorgänger kam in Deutschland Ende Oktober 2011 auf den Markt. Einen Preis nannte der Hersteller nicht. Der Listenpreis für das erste Galaxy Note beträgt 700 Euro. Ein Preisschild auf dem Vodafone-Stand auf der Ifa 2012 nennt für das Galaxy Note 2 einen Preis von 640 Euro ohne Vertrag.  (ip)


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