Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/stellenabbau-lexmark-baut-keine-tintenstrahldrucker-mehr-1208-94146.html    Veröffentlicht: 28.08.2012 18:25    Kurz-URL: https://glm.io/94146

Stellenabbau

Lexmark steigt komplett bei Tintenstrahldruckern aus

Lexmarks Umsatz mit Inkjet-Produkten ist so massiv eingebrochen, dass der Hersteller seinen kompletten Rückzug aus dem Produktionsbereich erklärt hat. Alle Patente sollen verkauft und eine Fabrik geschlossen werden.

Lexmark stellt keine Tintenstrahldrucker mehr her und wird im Rahmen einer Umstrukturierung 1.700 Beschäftigten kündigen. Das gab das Unternehmen am 28. August 2012 bekannt. "Der Stellenabbau erfolgt weltweit. Angaben zu Deutschland habe ich nicht", sagte Lexmark-Deutschland-Sprecherin Regina Glaser Golem.de.

In der Produktion würden 1.100 Arbeitsplätze wegfallen. In Deutschland hat Lexmark keine eigene Druckerproduktion, so Glaser.

Bis zum Ende des Jahres 2013 wird Lexmark die Inkjet-Entwicklung weltweit komplett einstellen. Lexmark ist kein großer Anbieter in dem Bereich: Hewlett-Packard, Canon und Epson erzielen zusammen etwa 90 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Tintenstrahldruckern.

Eine Druckerproduktion in Ceb auf den Philippinen wird bis 2015 geschlossen. Lexmark hatte bereits im Januar 2012 im Bereich Endkundentintenpatronen 625 Mitarbeiter entlassen. Der Konzern hat rund 13.300 Beschäftigte weltweit. Für die Restrukturierung setzt Lexmark 160 Millionen US-Dollar an. Der Verkauf von über 1.000 Patenten aus dem Bereich Tintenstrahldrucker und damit zusammenhängender Technik werde geprüft.

Der Umsatz des Unternehmens mit Tintenstrahldruckern brach in der ersten Hälfte des Jahres 2012 um 66 Prozent ein und zwang das Unternehmen, seine Prognose für das Gesamtjahr zu senken.

Das Unternehmen erwartet, dass der Umsatz mit Tintenstrahldruckern und Verbrauchsmaterialien im Jahr 2013 um 10 Prozent fällt. Im Jahr 2012 hatte der Bereich noch einen Anteil von 21 Prozent am Umsatz des Konzerns.

Laserdrucker und Druckersoftware wird Lexmark weiterhin anbieten.  (asa)


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