Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/valleyview-atom-soc-mit-vier-kernen-fuer-tablets-kommt-ende-2013-1208-94138.html    Veröffentlicht: 28.08.2012 13:43    Kurz-URL: https://glm.io/94138

Valleyview

Atom-SoC mit vier Kernen für Tablets kommt Ende 2013

Laut einer asiatischen Roadmap will Intel bei seinen Atom-Prozessoren erstmals einen Quad-Core mit nur einem Die anbieten. Die Videoeinheiten des unter dem Codenamen Valleyview gehandelten Chips sollen endlich Full-HD-fähig werden. Die Serie Z600 ist bereits ein Auslaufmodell.

Im großen chinesischen Onlinesystem Baidu hat ein Nutzer ein vermeintlich von Intel stammendes Dokument mit einer Roadmap zu künftigen Atom-SoCs eingestellt. Daraus geht unter anderem hervor, dass die ersten besonders sparsamen Atoms mit Codenamen Oak Trail weder unter Windows 7 noch unter Android weiterhin unterstützt werden. Die Serie mit den Modellnummern Z6X0 ist damit ein Auslaufmodell, Intel will sie auf Anfrage aber weiter verkaufen - vermutlich vor allem für Embedded-Lösungen mit anderen Betriebssystemen.

Waren diese Atoms mit bis zu 3 Watt bisher die Hoffnungsträger für Tablets - was durch Windows 8 nun wieder für Intel relevant wird -, so muss diese Aufnahme nun die Serie Clover Trail mit den Modellnummern Z2XXX übernehmen. Die Unterscheidung ist somit leicht: Die Atoms mit dreistelliger Nummer nach dem Z sind die älteren, die mit vierstelliger die aktuellen Modelle.

Serie Z2XXX bleibt noch ein Jahr Intels einziger Tablet-Atom

Noch über ein Jahr müssen Intel-Kunden mit diesen SoCs zurechtkommen, die in 32-Nanometer-Technik hergestellt werden. Erst Ende 2013 ist dann der chinesischen Roadmap zufolge die erste große Überarbeitung der Atom-Architektur überhaupt vorgesehen, sie trägt den Codenamen "Silvermont". Die zugehörigen Chips heißen bisher "Valleyview" und die gesamte Plattform mit Zusatzbausteinen "Bay Trail".

Dabei sind bis zu vier CPU-Kerne vorgesehen, die zusammen mit den Grafik- und Videoeinheiten auf einem Die in 22-Nanometer-Technik vereint werden sollen. Insbesondere die bisher sehr schwachen Videofunktionen will Intel dabei erweitern, das Abspielen von Full-HD-Videos, auch mit Blu-ray-Codecs, soll dann endlich ohne Zusatzchips klappen. Beim den Schnittstellen sind unter anderem HDMI, 3-GBit-Sata und USB 3.0 vorgesehen.

Erst wenn Intel sparsame Atoms mit solcher Ausstattung liefern kann, zieht der Chiphersteller mit der ARM-Konkurrenz gleich. Quad-Cores und moderne Schnittstellen sowie Full-HD-Video sind bei Android-Tablets inzwischen keine Seltenheit mehr, USB 3.0 immerhin schon.  (nie)


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