Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nasdaq-banken-wollen-mehr-abfindung-zum-facebook-boersengang-1208-94080.html    Veröffentlicht: 24.08.2012 16:27    Kurz-URL: https://glm.io/94080

Nasdaq

Banken wollen mehr Abfindung zum Facebook-Börsengang

UBS und Citigroup wollen mehr Dollar-Millionen von der Nasdaq, deren IT-Systeme am ersten Handelstag der Facebook-Aktie Probleme bereitet hatten. Allein die Schweizer UBS will deswegen 365 Millionen US-Dollar verloren haben.

UBS und Citigroup ist die Abfindung zu niedrig, die die Nasdaq Brokern wegen der technischen Probleme am ersten Handelstag der Facebook-Aktie angeboten hat. Das berichtet die britische Financial Times. Nasdaq OMX, die Betreiberfirma der US-Technologiebörse Nasdaq, will eine Entschädigung von 62 Millionen US-Dollar zahlen.

Am ersten Handelstag der Facebook-Aktie, dem 18. Mai 2012, hatte es besonders in den ersten 30 Minuten technische Probleme gegeben. Einige Händler hätten stundenlang, andere sogar tagelang nicht sehen können, ob sie Facebook-Aktien gekauft oder verkauft hatten.

Wie die Financial Times aus informierten Kreisen berichtet, will die Schweizer Großbank UBS 365 Millionen US-Dollar verloren haben, die Citigroup benennt ihren Verlust mit 20 Millionen US-Dollar und bereitet deswegen eine Klage vor. Citadel und Knight Capital sollen sich dagegen einverstanden erklärt haben, der Höhe der Abfindung zuzustimmen. Der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) liegt der Einigungsvorschlag zur Freigabe vor.

"Einfach ausgedrückt, ist der Nasdaq-Vorschlag, eine Summe von 62 Millionen US-Dollar für alle Facebook-Ansprüche zu bezahlen, völlig unzureichend", schrieb UBS an die SEC. Der Vorschlag sei "unfair". In ihrem Schreiben beschuldigte die Citigroup die Nasdaq, dass die Handhabung des Facebook IPO "grob fahrlässig" gewesen sei.

Der Ausgabepreis der Facebook-Aktie hatte bei 38 US-Dollar gelegen. Gegenwärtig notiert das Wertpapier des weltgrößten sozialen Netzwerks bei 19,44 US-Dollar.  (asa)


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