Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/windows-rt-microsoft-surface-fuer-199-us-dollar-macht-herstellern-angst-1208-93888.html    Veröffentlicht: 16.08.2012 12:02    Kurz-URL: https://glm.io/93888

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Microsoft Surface für 199 US-Dollar macht Herstellern Angst

Falls Microsoft sein Surface-Tablet wirklich für nur 199 US-Dollar verkauft, werden sich laut Insidern die vier Anbieter von Windows-RT-Tablets, Dell, Samsung, Lenovo und Asus, geschlossen zurückziehen. Microsoft wäre dann auf dem Markt allein.

Hersteller in Taiwan sind in Sorge, dass das Gerücht über einen Preis von 199 US-Dollar für Microsofts Surface-Tablets wahr sein könnte. Andere Markenanbieter würden damit aus dem Geschäft gedrängt, berichtet die Branchenzeitung Digitimes.

Microsoft soll auf seiner internen Konferenz Techready15 Ende Juli 2012 erklärt haben, dass Surface ab dem 26. Oktober 2012 für nur 199 US-Dollar verkauft werde, berichtete Engadget unter Berufung auf einen anonymen Microsoft-Insider.

Am 13. August 2012 hatte Microsoft bestätigt, dass Dell, Samsung und Lenovo die ersten Unternehmen seien, die Windows-RT-Tablets oder -Convertibles herstellen. Asus hatte seine Produkte zuvor bereits selbst angekündigt. Toshiba und Hewlett-Packard hatten bereits ihren Rückzug bei Windows-RT-Tablets erklärt. Laut Digitimes würden sich aber auch Dell, Samsung, Asus und Lenovo aus der Entwicklung zurückziehen, wenn Microsoft wirklich mit dem Kampfpreis von 199 US-Dollar antritt.

Microsoft sei sich voll bewusst, dass der Vorstoß in den Hardwaremarkt seine Partner in der Branche stark verärgert hat. Daher versuche der US-Konzern nun alles, um erfolgreich zu sein und 30 Prozent des Tabletmarktes zu erobern, so die Digitimes. Bei einem Preis von 199 US-Dollar sei ein solcher Marktanteil für Microsoft erreichbar.

Die Hersteller sollen aber darauf hoffen, dass Surface nur in den USA erscheint, was den Druck auf die Konkurrenz mindern würde. Surface ist ein 10,6-Zoll-Tablet für Windows 8. Es wird in der ARM-Version und einer Version mit Intels Ivy-Bridge-Prozessor erhältlich sein.

Nachtrag vom 16. August 2012, 15:32 Uhr

Toshibas Absage soll wegen Problemen mit der Kompatibilität der Software, einer schwachen Performance und dem Preisdruck durch Surface erfolgt sein, berichtet die Digitimes. Die offizielle Begründung - Lieferprobleme bei Komponenten - sei nur eine Ausrede gewesen.  (asa)


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