Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bauch-schubser-kim-dotcom-soll-einen-mitarbeiter-angegriffen-haben-1208-93829.html    Veröffentlicht: 14.08.2012 12:08    Kurz-URL: https://glm.io/93829

Bauchschubser

Kim Dotcom soll einen Mitarbeiter angegriffen haben

Ein früherer Megaupload-Mitarbeiter hat sich über Gewalttätigkeiten von Kim Dotcom beschwert. Der Megaupload-Gründer habe ihn mit dem Bauch gestoßen.

Einer der Gründe für den umstrittenen Großeinsatz gegen Megaupload am 20. Januar 2012 soll eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen Kim Schmitz alias Dotcom und einem seiner Mitarbeiter gewesen sein. Laut einem Bericht des New Zealand Herald soll Dotcom den Videofilmer Jess Bushyhead zusammen mit seinem Leibwächter Wayne Tempero gewaltsam aus dem Haus geworfen haben. Dotcom hatte der Polizei von Neuseeland Gewalttätigkeiten vorgeworfen.

Bushyhead ging am 5. Januar 2012 zur Polizei und erklärte, Dotcom, der laut New Zealand Herald rund 165 Kilo wiegt, habe ihn mit seinem Bauch angerempelt. Er habe nach dem Vorfall "Schmerzen an Hals, Schultern und dem rechten Handgelenk gehabt, sowie Schnitt- und Schürfwunden am linken Handgelenk" davongetragen. Die neuseeländische Polizei bewertete den Vorgang laut der Akte als "geringfügig". Es kam nicht zu einer Klage.

Bei dem Streit sei es um die Arbeit von Bushyhead gegangen. Dotcom habe ihn mit dem Finger gestochen und dann mit dem Bauch angerempelt. Er sei von zwei Sicherheitsleuten von Dotcom vom Grundstück geleitet worden, später habe ihn jedoch einer zu einem Hotel gefahren. Zur Polizei sei er gegangen, weil Dotcom sein Notebook einbehalten habe.

Dotcom erklärte, Bushyhead habe sich trotz dreimaliger Aufforderung geweigert, das Grundstück zu verlassen und sich an einem Türrahmen festgeklammert. Dotcom habe Bushyhead dann zusammen mit seinem Leibwächter "aus der Tür geschoben" und "dabei sein Gewicht" eingesetzt.

Bei einer Anhörung beim High Court von Auckland wurden die Vorgänge bei der Durchsuchung der Dotcom-Villa untersucht. Detective Inspector Grant Wormald sagte vor Gericht, Bushyheads Anschuldigungen seien einer der Gründe dafür gewesen, dass 76 Polizisten, darunter viele Sondereinsatzkräfte, das Anwesen in Coatesville in Neuseeland durchsucht hatten.  (asa)


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