Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/wearable-computing-ups-mitarbeiter-tragen-scanner-am-finger-1208-93811.html    Veröffentlicht: 13.08.2012 18:09    Kurz-URL: https://glm.io/93811

Wearable Computing

UPS-Mitarbeiter tragen Scanner am Finger

UPS-Mitarbeiter werden zu Cyborgs: Der Paketdienst stattet die Boten mit Scannern aus, die wie ein Ring am Finger getragen werden. Die neue Technik soll die Abwicklung der Pakete beschleunigen und Fehler verhindern.

Der Kurierdienst United Parcel Service (UPS) stattet seine Mitarbeiter mit einem neuen Scanner aus, der kleiner und handlicher ist als das bisher eingesetzte Lesegerät für Barcodes. Das neue System soll die Abwicklung der Pakete beschleunigen.

Das System besteht aus zwei Geräten, einem kleinen Computer, den der UPS-Bote am Handgelenk oder am Gürtel trägt, und aus einem Scanner, der auf dem Handrücken sitzt. Er wird durch eine Schlaufe gehalten, die der Nutzer über zwei Finger, den Zeige- und den Mittelfinger, streift. Das System mit der Bezeichnung RS507 Hands-Free Cordless Imager wird von Motorola Solutions hergestellt.

Datenübertragung per Bluetooth

Anders als bei den bisher eingesetzten Lesegeräten müsse der UPS-Mitarbeiter keinen Abzugshebel betätigen, um einen Barcode zu scannen. Der Scanner sei mit einer automatischen Erkennung ausgestattet. Es reiche, den Scanner auf den Code zu richten. Der gescannte Code wird drahtlos per Bluetooth an den mobilen Computer vom Typ WT 4090 übertragen.

Dieser schickt die Daten über das Paket an eines der UPS-Rechenzentren, das den Kunden die Sendungsnummer über das Internet zugänglich macht. Da im Barcode die Postleitzahl codiert ist, verifiziert das System beim Scannen zudem, ob die Sendung in das richtige Fahrzeug oder den richtigen Container geladen wird. Wird es falsch verladen, gibt das System einen optischen und akustischen Alarm.

32,1 Millionen Sendungsabfragen

Das System sei eine große Verbesserung, sagte Juan Perez, Bereichsleiter für Datendienste. Damit könnten Pakete schneller bearbeitet und verladen werden. Außerdem soll es helfen, Fehler zu vermeiden. Kunden könnten schneller auf die Sendungsverfolgungsdaten zugreifen. Über die UPS-Website werden solche Daten täglich 32,1 Millionen Mal abgerufen.

Bis Ende 2013 will UPS seine weltweit rund 1.400 Niederlassungen mit 38.000 dieser Geräte ausstatten. Die ersten Geräte hat Motorola nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr an den Paketdienst ausgeliefert. UPS bearbeitet am Tag rund 15 Millionen Sendungen.  (wp)


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