Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/beats-electronics-htc-konnte-finanzielle-zusagen-an-dr-dre-nicht-einhalten-1207-93392.html    Veröffentlicht: 24.07.2012 12:07    Kurz-URL: https://glm.io/93392

Beats Electronics

HTC konnte finanzielle Zusagen an Dr. Dre nicht einhalten

Laut einem unbestätigten Bericht konnte HTC die zugesagte Beteiligung an Dr.-Dres Kopfhörermarke Beats Electronics einfach nicht mehr bezahlen.

HTC konnte seine finanziellen Zusagen an Dr.-Dres Kopfhörermarke Beats nicht einhalten. Das hat das US-Branchenmagazin Cnet aus mehreren verhandlungsnahen Quellen erfahren. Der taiwanische Smartphonehersteller kämpft mit massiv sinkenden Marktanteilen und ebenso sinkendem Gewinn. Vor diesem Hintergrund beschlossen die Führungskräfte beider Unternehmen, ein teilweiser Rückkauf von Beat sei der beste Weg, so Cnet.

HTC hat am vergangenen Wochenende die Mehrheit an Beats Electronics wieder an die Eigner zurückgegeben. HTC hatte im August 2011 mit 50,1 Prozent die Mehrheit an Dr.-Dres Kopfhörermarke für 309 Millionen US-Dollar übernommen. 25 Prozent der Anteile wurden nun für 150 Millionen US-Dollar zurückverkauft. HTC machte dabei einen Verlust von 4,88 Millionen US-Dollar.

Die Beteiligung an der Firma des US-Rappers und Hip-Hop-Produzenten wurde mit der Verbesserung der Klangqualität der HTC-Smartphones begründet. Einige Modelle der One-Serie von HTC bekamen Beats-Audio-Technologie. Beats Electronics wird von Dre zusammen mit Jimmy Iovine, dem Chef des Plattenlabels Interscope Records, geführt - das Label gehört zum Vivendi-Konzern.

Nachfrage für HTC-Smartphones bricht 2012 massiv ein

Wie die Taipei Times berichtet, erwartet die Investmentbank Goldman Sachs, dass "HTCs Liefermenge in Nordamerika gegenüber dem Vorjahr um 68 Prozent auf 6,7 Millionen, und in Europa um 38 Prozent auf 5,8 Millionen einbricht." Für das Jahr 2012 soll die HTC-Liefermenge insgesamt um 28 Prozent zurückgehen.

Im April 2012 wurde HTC-Finanzchef Winston Yung entlassen, der die Übernahme der Mehrheit an Beats zu verantworten hatte, hat Cnet weiter erfahren.  (asa)


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