Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/steam-valve-und-intel-arbeiten-zusammen-an-linux-grafiktreibern-1207-93340.html    Veröffentlicht: 20.07.2012 16:02    Kurz-URL: https://glm.io/93340

Steam

Valve und Intel arbeiten zusammen an Linux-Grafiktreibern

Damit die Portierung von Left 4 Dead 2 auf Ubuntu möglichst gut gelingt, arbeiten die Linux-Teams von Valve und Intel zusammen an den Grafiktreibern. Ein erster Mesa-Patch wurde bereits veröffentlicht.

Das Valve Linux Team arbeitet nun auch mit den Entwicklern von Linux-Grafiktreibern zusammen, damit die Portierung von Left 4 Dead 2 auf Ubuntu möglichst gut gelingt. Der Intel-Angestellte Ian Romannick schreibt dazu in seinem Blog, dass die beiden Teams sich trafen, um Fehler zu finden und zu beheben.

Gegenseitige Hilfe

So entdeckte das Intel-Team etwa Fehler in der Grafik-Engine bei der Vertex-Buffer-Verwaltung, die Unabhängig vom eingesetzten Treiber oder der GPU sind. Andererseits brauche auch der von Intel entwickelte Treiber viele Verbesserungen. Dieser erzeuge teils zu viel CPU-Last, schreibt Romannick.

Valve gewährte den Intel-Entwicklern auch Zugang zum Quellcode von Left 4 Dead 2. Dadurch sei das Verhalten der Treiber und des Spiels in verschiedenen Situationen viel leichter zu diagnostizieren.

Freie Treiber helfen Valve

Doch auch den Valve-Entwicklern helfe es sehr, dass sie den Quellcode der Grafiktreiber einsehen könnten. Romannick schreibt: "Ein paar Mal fühlte es sich so an, als ob sie uns davon überzeugen wollten, Open-Source-Treiber seien eine gute Idee." Das allgemeine Problem mit proprietären Treibern für Valve sei, dass sie Versuchsspiele mit einer Blackbox machen müssten, schreibt Romannick.

Einen ersten Patch für die Mesa-Grafikbibliothek haben die Intel-Entwickler bereits veröffentlicht. Außerdem sollen bald Wünsche des Valve-Teams bezüglich einiger OpenGL-Funktionen im Treiber umgesetzt werden.

Valve arbeitet derzeit daran, Steam und das Actionspiel Left 4 Dead 2 zunächst für Ubuntu und später auch für andere Linux-Distributionen umzusetzen. Bislang müssen Linux-Nutzer die Spiele mit Hilfe des Windows-API-Nachbaus Wine oder der kommerziellen Wine-Variante Crossover installieren. Wine unterstützt die Installation von Steam bereits seit geraumer Zeit, viele Spiele sind in der entsprechenden Datenbank als funktionstüchtig vermerkt.  (sg)


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