Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/gartner-und-idc-analystenstreit-um-verkaufszahlen-von-ultrabooks-1207-93270.html    Veröffentlicht: 18.07.2012 12:00    Kurz-URL: https://glm.io/93270

Gartner und IDC

Analystenstreit um Verkaufszahlen von Ultrabooks

IDC hat seine Behauptung revidiert, im Jahr 2012 würde nur eine Million Ultrabooks verkauft. Intels angepeilte 40 Prozent würden es aber auf keinen Fall werden, sagt nun Gartner.

Gartner und IDC sind die einzigen relevanten Unternehmen im Markt der Analysen von Umsatzzahlen für PCs und Hardware. Beide leben davon, die Ergebnisse ihrer Marktforschung für hohe Beträge an die IT-Branche zu verkaufen - entsprechend vorsichtig sind die Analysten mit Angaben zu konkreten Zahlen gegenüber Journalisten. Meistens jedenfalls.

Aufsehen erregte in der vergangenen Woche aber Jay Chou von IDC, der Cnet sagte, im Jahr 2012 werde nur insgesamt eine Million Ultrabooks verkauft, was einem Anteil am 225 Millionen starken Notebookmarkt von nur rund 0,4 Prozent entsprechen würde. Das wäre ein echter Flop für Intel, das 40 Prozent Marktanteil anstrebt. Später revidierte Chou die Angaben, sie basierten auf noch unvollständigen Daten und seien eventuell zu niedrig, sagte er Cnet.

Nicht ganz so drastisch, aber ebenfalls enttäuschend beurteilt nun Mikako Kitagawa von Gartner den Markt für besonders flache, leichte und lange laufende Notebooks. Er macht dabei aber keine Unterscheidung zwischen der Intel-Marke "Ultrabook" und dem Macbook Air von Apple. Beide Kategorien sollen seinen Angaben zufolge 2012 nur 5 Prozent des gesamten Notebookmarktes ausmachen, aber insgesamt 10,7 Millionen verkaufte Geräte erreichen.

Wie klein an diesen Zahlen der Anteil der Ultrabooks ist, wollte Kitagawa Cnet auch auf Nachfragen nicht verraten, nur: "Das Macbook Air macht einen großen Teil dieser 5 Prozent aus". Intel, das die Berichterstattung über seine Ultrabook-Initiative wohl aufmerksam beobachtet, wiegelt währenddessen ab. "Wir haben unsere Ziele für die Stückzahlen in der ersten Hälfte des Jahres erreicht", sagte Chef Paul Otellini in einer Telefonkonferenz nach der Vorstellung der jüngsten Quartalszahlen seines Unternehmens.  (nie)


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