Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/idc-ultrabooks-verkaufen-sich-viel-schlechter-als-erwartet-1207-93192.html    Veröffentlicht: 13.07.2012 17:57    Kurz-URL: https://glm.io/93192

IDC

Ultrabooks verkaufen sich viel schlechter als erwartet

40 Prozent Marktanteil wollte Intel mit den Ultrabooks im Jahr 2012 erzielen. Das ist nicht einmal annähernd erreichbar, meint ein Marktforscher von IDC. Nur rund eine Million der flachen Geräte sollen sich bis Jahresende verkaufen lassen.

Gegenüber Cnet malt der Marktfoscher Jay Chou von IDC ein für Intels Pläne bedrohliches Bild des Notebook-Markts. Der ist nicht nur allgemein rückläufig, insbesondere die Ultrabooks, für die Intel derzeit viel Werbung macht, verkaufen sich äußerst schlecht.

Weltweit sollen laut den Prognosen im Jahr 2012 rund 225 Millionen Notebooks verkauft werden, insgesamt soll davon aber nur eine Million im Ultrabook-Format gehalten sein. Das liegt drastisch unter den ursprünglichen Vorstellungen des Unternehmens Intel, das zur Vorstellung des Ultrabook-Formfaktors auf der Computex 2011 einen Marktanteil von 40 Prozent bis zum Ende des Jahres 2012 angestrebt hatte. Umgerechnet auf die ICD-Prognose kommen die Ultrabooks nur auf gut 0,4 Prozent.

Weder Ivy Bridge noch Windows 8 helfen kurzfristig

Auch die zweite Generation der Ultrabooks mit Ivy-Bridge-CPUs bringen in der zweiten Jahreshälfte keine Verbesserungen, meint Jay Chou. Diese Geräte kommen gerade erst auf den Markt, sollen sich aber ebenso schlecht verkaufen wie die erste Generation. Den IDC-Zahlen zufolge wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2012 eine halbe Million Ultrabooks verkauft, und auch in der zweiten Hälfte soll nur die gleiche Anzahl erreicht werden.

Auch die für Oktober geplante Markteinführung von Windows 8 soll nicht unmittelbar helfen, meint der Analyst. Dennoch ist vor allem ein schneller reagierendes und eleganteres Betriebssystem eine der Anforderungen, die Kunden an besonders flache und teure Geräte stellen.

Dass die Ultrabooks bisher zu teuer sind, sieht Chou als Hauptgrund für die schwache Nachfrage. Erst wenn es mehr Geräte unter 700 US-Dollar gibt, kann der Markt seiner Meinung nach in Schwung kommen. Dass designorientierte Notebooks trotz der aktuellen Ultrabook-Flaute ein Erfolg sein können, belegt laut Chou das Macbook Air von Apple. Es hat nach den internen Analysen von IDC einen großen Anteil an den verkauften Macbooks. Genaueres dazu geht aus Apples offiziellen Zahlen (PDF) nicht hervor.

Nachtrag vom 18. Juli 2012, 9:30 Uhr

Gegenüber Cnet hat IDC-Analyst Jay Chou seine Angabe zu den Ultrabook-Stückzahlen widerrufen. Die Zahlen seien nicht endgültig und daher möglicherweise zu niedrig.  (nie)


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