Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/spielestreaming-sony-kauft-gaikai-fuer-380-millionen-us-dollar-1207-92884.html    Veröffentlicht: 02.07.2012 09:54    Kurz-URL: https://glm.io/92884

Spielestreaming

Sony kauft Gaikai für 380 Millionen US-Dollar

Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist es offiziell: Sony Computer Entertainment (SCE) kauft den Spielestreamingdienst Gaikai. Das Unternehmen will damit Hardcore- und Casual-Gamern den Zugriff auf Spiele über sein Netzwerk auf einer großen Bandbreite von Hardware ermöglichen.

Rund 380 Millionen US-Dollar gibt Sony Computer Entertainment - die Sparte, die das Geschäft mit der Playstation betreibt - für Gaikai aus, den 2008 im kalifornische Aliso Viejo unter anderem vom Gamedesigner Dave Perry gegründeten Spielestreamingspezialisten. "SCE wird erstklassige Cloud-Streamingdienste anbieten, mit denen die Nutzer sofort eine große Bandbreite von Inhalten genießen können, von Hardcorespielen mit toller Grafik bis hin zu Casual-Titeln", kommentiert Andrew House, Chef von SCE. "Und zwar jederzeit, überall und auf einer Vielzahl von Geräten mit Internetverbindung."

Schon länger gab es Gerüchte, dass Sony vor der Übernahme von einem der Streaminganbieter Onlive oder Gaikai steht - angeblich wollte das Unternehmen sogar bis zu 500 Millionen US-Dollar investieren. Gaikai galt bei den Spekulationen als wahrscheinlicherer Kandidat, was sich nun bewahrheitet hat.

Was genau Sony an Streamingdiensten plant, ist derzeit noch nicht klar. Denkbar ist, dass Spieler die Demos von Spielen per Gaikai ohne Wartezeit ausprobieren können, oder dass einmal im Playstation Store gekaufte Spiele per Gaikai auch für andere Hardware - etwa die PS Vita - freigeschaltet werden.

Das Angebot von Gaikai funktioniert ähnlich wie das vom bislang nicht in Deutschland verfügbaren Konkurrenten Onlive, indem die Berechnung der Spiele auf leistungsstarke Server ausgelagert wird. Das Ergebnis wird stark komprimiert etwa im Browser oder über Facebook auf den Rechner, das Tablet oder das Smartphone des Nutzers geschickt, der dann seine Eingaben vornimmt.  (ps)


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